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«Integration als oberstes Ziel»

An der Abgeordnetenversammlung des Gemeindeverbands Sozialdienst Region Jungfrau sprach Regierungsrat Pierre Alain Schnegg über die Sozialpolitik.

Pierre Alain Schnegg sprach an der Abgeordnetenversammlung (AGV) des Gemeindeverbands Sozialdienst Region Jungfrau (SDRJ) im Unterseener Gemeindesaal (Archivbild).
Pierre Alain Schnegg sprach an der Abgeordnetenversammlung (AGV) des Gemeindeverbands Sozialdienst Region Jungfrau (SDRJ) im Unterseener Gemeindesaal (Archivbild).
Franziska Scheidegger

«Der Schlüssel zum Erfolg ist die Arbeitsintegration. Wir müssen unsere Anstrengungen für die sprachliche und berufliche Integration von Menschen in schwierigen Lebenssituationen ver-stärken», sagte Regierungsrat Pierre Alain Schnegg von derGesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) des Kantons Bern in seinem Referat.

Anlass war die Abgeordnetenversammlung (AGV) des Gemeindeverbands Sozialdienst Region Jungfrau (SDRJ) am Donnerstag im Unterseener Gemeindesaal. Schnegg: «Ein einheitliches Fallführungssystem soll die Sozialdienste verbinden. Die GEF fördert aktiv die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und Arbeitgebern.»

«Triage ist wichtig»

Und führt weiter aus: «Hoch wichtig ist die Triage eines Sozialhilfebezügers in das richtige Arbeitsumfeld. Wenn wir dort einen Fehler machen, schicken wir die Person in eine Sackgasse.» Probleme gebe es etwa mit dem Mindestlohn bei Integrationsarbeitsplätzen. Solange ein Arbeitnehmer noch keine Leistung erbringe, seien Firmen nicht bereit zu zahlen. Schnegg: «Wir sind in Kontakt mit Gewerkschaften und haben eine Lösung gefunden. Derzeit verhandeln wir einen Vertrag mit allen paritätischen Kommissionen. Erste Resultate sind in den nächsten Monaten zu erwarten.»

Die Abgeordneten der Verbandsgemeinden stellten rege Fragen. So etwa Verena Roder (Unterseen), ob allenfalls tiefere Kürzungen der Sozialhilfe als die bei der Abstimmung am 19. Mai abgelehnten acht Prozent angedacht seien. Schnegg: «Wir respektieren den klaren Volksentscheid und werden nicht mit tieferen Prozentzahlen kommen.» Heike Gfeller (Leissigen) schlug eine Kollektiv-Privathaftpflichtversicherung für Sozialhilfebezüger vor, um Folgekosten aus Versicherungsfällen für die Gemeinden zu vermeiden. Schnegg: «Ich nehme das gerne auf und analysiere die Idee mit dem zuständigen Amt.»

Der Sozialdienst Region Jungfrau ist für die Sozialhilfe und das Alimentenwesen der 23 Verbandsgemeinden zuständig. An der AGV winkten die 38 Stimmberechtigten aus 13 Gemeinden alle Anträge einstimmig durch. Geschäftsführer Beat Siegfried, der den SDRJ nach drei Jahren verlässt, erklärte, dass der Druck auf die Mitarbeitenden trotz den stabilen Fallzahlen steige. Trotzdem sei die Zufriedenheit im Team gut. Präsident Roger Berthoud wurde einstimmig wiedergewählt. Demissioniert hat Vorstandsmitglied Martin Boss; Nachfolgerin ist Nathalie Matzken. Die Rechnung 2018 schliesst mit einem hohen Ertragsüberschuss von 63 6611 Franken.

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