Zum Hauptinhalt springen

«Ich staune immer wieder, wie gut hier alles funktioniert»

Direkt nach seinem Seaside-Konzert am Samstagabend nahm sich Roger Hodgson Zeit für ein ­Gespräch mit dieser Zeitung. Dabei offenbarte er seine ­Liebe zur Schweiz.

Abendstimmung am Seaside Festival 2018 beim Konzert von Gotthard.
Abendstimmung am Seaside Festival 2018 beim Konzert von Gotthard.
Christoph Buchs
Eine Legende am Seaside Festival: Philipp Fankhauser...
Eine Legende am Seaside Festival: Philipp Fankhauser...
Christoph Buchs
«It's Raining Again»: Der wohl grösste Hit von Supertramp passte bestens zur aktuellen Wetterlage am Seaside Festival.
«It's Raining Again»: Der wohl grösste Hit von Supertramp passte bestens zur aktuellen Wetterlage am Seaside Festival.
Christoph Buchs
1 / 11

Ihre Show am Seaside Festival ging vor wenigen Minuten zu Ende. Wie fühlen Sie sich? Voller Energie oder doch eher müde?

Roger Hodgson: Ein Mix von beidem. Es ist schade, dass es geregnet hat und kalt war. Dies hatte Einfluss auf mich und sicher auch auf das Publikum. Aber das Publikum heute Abend war sehr dankbar, das gab mir ein gutes Gefühl. In der Schweiz zu spielen, ist für mich immer schön.

Sie haben während Ihres Konzerts mehrfach erwähnt, dass Sie die Schweiz mögen. Was macht dieses Land für Sie so speziell?

So viele Dinge. Zuerst einmal ist es ganz offensichtlich eines der schönsten Länder der Welt, und die Schweizer sollten sich wirklich glücklich schätzen, hier zu ­leben. Aber ich habe auch das ­Gefühl, dass die Schweizer gut zu ihrem Land schauen und Sorge tragen. Ich staune immer wieder, wie gut hier alles funktioniert.

Geniessen Sie Ihre Shows, oder bedeuten für Sie Konzerte auch harte Arbeit?

Seit 16 Jahren spiele ich jedes Jahr Konzerte. Wenn ich es nicht geniessen würde, dann würde ich das nicht machen. Es ist wunderbar, Songs geschrieben zu haben, die den Leuten offensichtlich viel bedeuten. Heute Abend habe ich einen Song einer Frau gewidmet, die gerade 21-jährig geworden ist und mit ihrem Vater hier war. Dass mehrere Generationen sich an meiner Musik erfreuen, ist ein tolles Gefühl.

Einen Tag vor dem Seaside Festival spielten Sie in Deutschland, einen Tag nach Spiez steht wieder Deutschland auf dem Tourneeplan – ist diese Reiserei nicht anstrengend?

Einerseits schon, aber was ist schon anstrengend? Für mich wäre es anstrengender, jeden Tag von 9 bis 17 Uhr dem gleichen Job nachzugehen und während der Rushhour durch die Stadt zu fahren. Ich habe es doch schön: Ich kann reisen und viele spannende Menschen treffen. Mein Job ist es, Leute glücklich zu machen.

Sie sind in diesem Jahr 68-jährig geworden und können immer noch so hoch singen wie zu Supertramp-Zeiten. Wie geht das? Trainieren Sie dafür?

Nun, ich bin wohl ein wandelndes Wunder (lacht). Nein, ernsthaft: Wenn ich mich in meinem Herzen gut fühle, dann funktioniert meine Stimme. Fühle ich mich weniger gut oder habe ich beispielsweise zu wenig geschlafen, dann klingt meine Stimme ganz anders.

Hatten Sie Zeit, die Umgebung zu besichtigen?

Wir kamen heute Morgen um 8 Uhr mit dem Touring-Bus hier an, danach hatte ich diverse Dinge zu erledigen und hatte leider keine Zeit, Spiez zu erkunden. Aber der Konzertort war wirklich sehr schön – wie gesagt, abgesehen vom Wetter.

Passend zum Regen haben Sie bereits als zweiten Song den Hit «It’s Raining Again» gespielt. Geschah dies spontan?

Ja. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ein Song gerade jetzt angebracht sein würde. Und meine Band ist da sehr flexibel.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch