Huser siegt, Zeller und Jenzer Zweite

Gstaad

Der diesjährige Glacier 3000 Run wurde vom Engländer Tim Short vor dem Frutiger Urs Jenzer gewonnen. Bei den Frauen siegte die Sigriswilerin Andrea Huser vor der Weissenburgerin Corinne Zeller.

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Der Glacier 3000 Run, der jüngste der Oberländer Bergläufe, die alle auf ihre Art ein einzigartiges Laufvergnügen sind, fand zum zehnten Mal statt. Das OK mit Glacier-3000-CEO Bernhard Tschannen und Eventmanagerin Claudia von Siebenthal an der Spitze bot den Laufbegeisterten aus nah und fern zum Jubiläum zusätzlich einen Bergmarathon an.

Nach einer rund 21 Kilometer langen Schlaufe ins Gebiet des malerischen Arnensees bog der Marathonparcours bei Feutersoey wieder auf die Standardstrecke des Glacier 3000 Run ein. 172 Männer und 35 Frauen nahmen bei grosser Hitze den Jubiläumsmarathon unter die Füsse.

Über alle Disziplinen gesehen haben mehr als 1200 Läufer die 2000 Höhenmeter zwischen Gstaad und Les Diablerets in Angriff genommen. Video: sda

Der kurzfristig nachgemeldete Trailrunning-Schweizer-Meister Urs Jenzer aus Frutigen lieferte sich mit dem Engländer Tim Short ein grossartiges Duell. Der Blitzstarter aus London prägte die erste Laufphase. Auf der Standardstrecke war der zweifache Eiger-Ultratrail-Sieger Urs Jenzer aber allein auf weiter Flur.

Short gestand im Ziel dann auch, dass er bergab gegen den Oberländer keine Chance hatte. Doch Rund 6 Kilometer vor dem Ziel übernahm Spitzenbergläufer Short wieder die Spitze und gab sie bis ins Ziel auf dem Scex Rouge nicht mehr ab. Dass der im flachen London trainierende Chelsea-Fussballfan auch bei Bergläufen siegen kann, ist schon erstaunlich.

«Dass mir in dieser imposanten Bergwelt auf dieser höchst anspruchsvollen Strecke so ein super Rennen gelungen ist, freut mich riesig», fand der zweitplatzierte Urs Jenzer. Der 46-Jährige freute sich auch am ausgezeichneten zehnten Overallrang seines Adelbodner Trainingskollegen Ruedi Bärtschi.

Einheimischer Doppelsieg

Bei den Frauen gab es im Marathon gar einen Oberländer Doppelsieg zu feiern. Die zweifache Eiger-Ultratrail-Siegerin und Trailrunning-Schweizer-Meisterin Andrea Huser aus Sigriswil siegte mit grossem Vorsprung vor Corinne Zeller aus Weissenburg. Und das nur zwei Wochen nach dem Stockhorn-Halbmarathon, bei dem sie Vierte wurde. Auch Corinne Zeller ist als frühere Overallseriensiegerin noch immer klar Schnellste ihrer Alterskategorie.

Den Ringgenberger Philipp Feuz, der in den Vorjahren beim Glacier 3000 Run Sieger und Zweiter wurde, fuchste es, dass er die Overallpodestplätze beim ­Jubiläumslauf Shaban Mustafa, Eric Riungu und Jakob Oswald überlassen musste. Feuz gelang es erst im steilen Moränenaufstieg zum Gletscher, den wie bereits am Stockhorn Halbmarathon glänzend laufenden Oberbalmer Dominik Rolli zu distanzieren.

Bei den Frauen musste Vogellisi- und Stockhorn-Halbmarathonsiegerin Petra Eggenschwiler die ersten beiden Overallplätze der überragenden Deutschen Michelle Maier und Michaela Segalada aus Winterthur überlassen. Brienzerseelauf-Siegerin Karin Jaun war Viertschnellste. Den Kategoriensieg bei den Frauen 40 liess sich die Unterseenerin einmal mehr nicht nehmen.

Sieg für die Top-Langläuferin

Soeben von einem Trainingslehrgang in Rupolding zurückgekommen, bestritt die Lauenerin Nathalie von Siebenthal in ihrer engeren Heimat die Zweierstaffel. Als Startläuferin des Teams von Siebenthals wurde die Weltklasselangläuferin mit Bergläufer Jörg von Siebenthal klare Mixedsiegerin.

Bernhard Tschannen und Claudia von Siebenthal strahlten derweil mit der Sonne um die Wette. Dem Jubiläumsanlass war mit dem Teilnehmerrekord ein in jeder Beziehung grosser Erfolg beschieden.

Berner Oberländer

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