Grindelwald

Über 700 Einsprachen gegen neuen Grundbucheintrag

GrindelwaldIn Grindelwald sollen alle Grundstückseinträge im Grundbuch mit dem Vermerk «Rutschgebiet» ergänzt werden. Um die 700 Einsprachen gingen gegen die Änderung ein – die Behörden freuts.

«Viele haben Angst vor dem Wertverlust des Landes oder Auswirkungen auf die Versicherung», sagt Grindelwalds Gemeindepräsident Christian Anderegg.

«Viele haben Angst vor dem Wertverlust des Landes oder Auswirkungen auf die Versicherung», sagt Grindelwalds Gemeindepräsident Christian Anderegg. Bild: Christoph Buchs

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«Ja, es gingen zwischen 600 und 700 Einsprachen ein», bestätigt Grindelwalds Gemeindepräsident Christian Anderegg eine Meldung der «Jungfrau-Zeitung». Ziel der Einsprachen ist eine Anpassung des Baureglements. Demnach soll der Vermerk «Rutschgebiet» auf sämtlichen Grundstücken im Gemeindegebiet ins Grundbuch kommen.

«Viele haben Angst vor dem Wertverlust des Landes oder Auswirkungen auf die Versicherung.» Grund für die Anpassung ist, das Grindelwald stetig rutscht. «Der Auswirkungen sind sich viele nicht bewusst», sagt der Gemeindepräsident. So ergebe sich eine stetige Differenz zwischen Grundbucheintrag und der tatsächlichen Situation, wie sie etwa Orthofotografien zeigten. «Mit der Änderung soll nun das Terrain entscheidend sein.»

Nun ist der Kanton gefragt

Anderegg ist nicht unglücklich über die grosse Anzahl Einsprachen. «Wir handelten auf Anraten des Kantons.» Ganz klar über die Auswirkungen sei man sich bei der Gemeinde selbst aber nicht. «Es wurde gesagt, es werde kaum Auswirkungen haben.» Nun ist laut Anderegg der Kanton gefragt, Hilfestellung zu leisten.

«Wir treffen uns am Dienstag mit Experten und Vertretern der Ämter, um das weitere Vorgehen zu besprechen.» Anderegg hofft, dass dabei die Ängste und Befürchtungen der Landbesitzer ausgeräumt werden können. (sgg)

Erstellt: 06.01.2017, 17:07 Uhr

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