Ringgenberg

Hoher Besuch und Videorückblick

RinggenbergEin Rückblick in Bildern auf 25 Jahre Vereinstätigkeit, hochkarätige Referenten mit interessanten Fakten: So verlief die Jubiläumsmitgliederversammlung des Huntervereins Interlaken im Hotel Bären.

Hochkarätige Referenten der Schweizer Armee: Chef Einsatz Luftwaffe Divisionär Bernhard Müller (rechts) und Oberst Niklaus Jäger, Chef Kommunikation Verteidigung.

Hochkarätige Referenten der Schweizer Armee: Chef Einsatz Luftwaffe Divisionär Bernhard Müller (rechts) und Oberst Niklaus Jäger, Chef Kommunikation Verteidigung. Bild: Monika Hartig

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«Das waren noch Zeiten» hiess der Videorückblick von Jürg Ho­stettler, der am Samstag im Hotel Bären Ringgenberg gezeigt wurde. 1992 wurde der Hunterverein Interlaken gegründet, um die Verschrottung des Flugzeugs zu stoppen.

1995 wurde dem Verein der Hunter J-4007 übergeben, der im Unterstand U-122 auf dem Flugplatz Interlaken untergebracht ist. Technische Anfragen aus aller Welt erreichen den Verein. 2016 wurde der Hunter an vier Werterhaltungstagen gewartet und diverse Besuchergruppen empfangen.

Positives erstes Amtsjahr

Zum offiziellen Teil der Mitgliederversammlung hatten sich 80 Personen angemeldet. Die 60 Stimmberechtigten winkten sämtliche Geschäfte diskussionslos und ohne Gegenstimme durch. Präsident Beat Gerber zog eine positive Bilanz nach seinem ersten Amtsjahr: «Sehr grosser Support von den Mitgliedern und eine super Zusammenarbeit im Vorstand.»

Beat Gerber, Präsident Hunterverein Interlaken. Bild: Monika Hartig

Der 351 Mitglieder zählende Verein kann zwar 15 Neumit­glieder verzeichnen, hat jedoch Schwierigkeiten, junge Leute zu rekrutieren. Die Vorstandsmitglieder Ernst Däppen, Christoph Michel und Daniel Bigler wurden in globo für weitere 2 Jahre gewählt. Neuer Revisor ist Rainer Puricelli. 2016 schliesst mit einem Verlust von 3873 Franken bei einem Aufwand von 19 490 Franken. Das Vereinsvermögen beträgt 50 222 Franken.

Rasch zu Fakten kommen

«Wir hören drei hochkarätige Referenten aus ihrem Fachgebiet. Es geht um Fakten im Zeitalter von Fake-News», kündigte Vorstandsmitglied Christoph Michel an. Den Anfang machte Niklaus Jäger, Oberst im Generalstab und Chef Kommunikation Verteidigung. Jäger: «Es geht um die Kommunikation bei ausserordentlichen Ereignissen wie etwa bei den Armeeunfällen am Gotthard, am Susten und in den Niederlanden 2016.»

Eine Krise sei dann, wenn von aussen Erwartungshaltungen und Informationsbedürfnisse an die Armee herangetragen würden. Dann gelte es, «möglichst rasch, am besten innert 60 Minuten, mit den Fakten zu kommen, und die müssen stimmen!» Wichtig sei, immer zuerst intern über alle wichtigen Kanäle zu kommunizieren, etwa via Handy. Zum Krisenmanagement der Armee stellten die Teilnehmer rege ­Fragen.

Die heutigen Bedrohungen

«Chapeau für eure Pflege des historischen Erbes des Hunters», lobte Divisionär Bernhard Müller, Chef Einsatz Luftwaffe der Armee, den Hunterverein. Müller sprach etwa über Risiken und Bedrohungen von aussen: «Wir hier in der Schweiz glauben, alles sei in bester Ordnung. Doch in Zeiten etwa wöchentlicher Terroranschläge, auch in Europa, müssen wir für die Zukunft parat sein.»

Er zeigte die vielfältigen Aufgaben der Luftwaffe im Jahr 2017 auf wie etwa die Waldbrandbekämpfung im Misox oder der Konferenzschutz in Davos. Der Referent erläuterte eine Statistik der stetig abnehmenden Flugunfälle seit 1945: «In der Aviatik gibt es kein Nullrisiko.» Zudem sprach Müller über das neue Projekt der Aufklärungsdrohnen ADS 15, «ein Auge in der Luft».

Nach dem Nachtessen redete Oberstleutnant Nils «Jamie» Hämmerli, Kommandant der Patrouille Suisse, über Teamwork bei Tempo 1000. (Berner Oberländer)

Erstellt: 26.03.2017, 19:09 Uhr

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