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Heisse Schlitten auf der coolen Originalstrecke

85 Personen meisterten das 18. Horäschlittärennä auf der gut präparierten Originalpiste von der Bärematte bis in die Lischenweide mit Bravour – mehr oder weniger.

Die Hexen Vreni Streun und Therese Liechti aus Linden verteilten Kostproben des «Chrütersäftli».
Die Hexen Vreni Streun und Therese Liechti aus Linden verteilten Kostproben des «Chrütersäftli».
Rösi Reichen
Die Feen Naomi Reusser und Verena Fluri aus Aeschi hatten ihr Einhorn dabei.
Die Feen Naomi Reusser und Verena Fluri aus Aeschi hatten ihr Einhorn dabei.
Rösi Reichen
Die Minions Katia und Hans Rebmann aus Hondrich hatten Spass.
Die Minions Katia und Hans Rebmann aus Hondrich hatten Spass.
Rösi Reichen
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Einige kippten um oder fielen vom Schlitten, krabbelten zu Fuss mit dem Schlitten zurück auf die Piste, waren im Ziel ausgepumpt und holten tief Atem. Dennoch lobten alle die schwierige Strecke und waren glücklich. Letztes Jahr konnte das Horäschlittärennä Faltschen nicht durchgeführt werden, dafür stieg, wie auch dieses Jahr am Samstagabend, eine tolle Chilbi. «Leider nehmen die Teilnehmerzahlen jedes Jahr ab», bedauerte Stefan Rubin vom 32 Mitglieder zählenden Verein HSR Faltschen.

Die Gäste siegten

19 Zweierteams, auch auswärtige aus Oberwil, Gstaad, Zäziwil, Schangnau und sogar deren vier aus Heiligkreuz, starteten bei den Herren zu stiebenden Fahrten. Die meisten konnten im Ziel von Zwischenfällen berichten und hatten Spass. «Die Piste war steil, holprig, schnell, lang und anstrengend, und nicht überall war die Pistenpräparierung möglich», hiess es etwa. Monika Bachmann und Heidi Imbauen der Beggenrieder Hornschlittler realisierten mit 2:39,30 in der Kategorie Damen den Sieg. «Bei den Herren ging es um Haaresbreite», verkündete der Speaker. Es siegten Remi Haldi und Hubert Schärli, Heiligchrüz 1, in 2:04,82 vor Sandro Aregger und Mario Bucher vom HC Klusen 2 (2:04,95).

Bei den Kindern gewann die 15-jährige Svenja Müller aus Faltschen in 23,69, gefolgt von drei Zurbrügg-Kindern mit den Namen Katjana, Daniela und Selina. Siegerin Svenja hatte sich kurzfristig angemeldet und die letzte Startnummer reserviert, weil sie vorher noch den KUW-Gottesdienst in der Kirche Reichenbach mitgestaltete. Sie fährt gerne Schlitten, und zwar mit einem, den Kevin Moat aus Faltschen gebaut hat. Sie erreichte das Ziel vielleicht auch darum als Erste, weil sie nahe am Rennberg wohnt und am Vortag mit den Skiern eine Besichtigungsfahrt unternommen hatte.

Chrütersaft als Doping?

Bei den kostümierten Zweierteams siegten die von einer Jury bewerteten «Chrüterhäxli» und Zauberer mit ihrem Einfallsreichtum und einer Kostprobe von ihrem «Chrütersäftli», das sie nachts im Kupferkessel gebraut hatten. Es habe sie unterwegs abgeladen, was aber kein Problem sei, meinten Vreni Streun und Therese Liechti aus Linden lachend: «Wir hatten ja unsere Besen dabei.» Die Banana-Minions, die Feen aus der Märchenwelt, die Feuerwehr, die Piraten, die Bärner Bären, die Bankräuber und, am Schluss, die Patrioten mit wehenden Fahnen gaben ihr Bestes.

Der 90-jährige Marc Thierstein startete in der Kinderkategorie und fuhr mit seinem roten Bob unterwegs ein Tor um. «Ich musste ganz fest die Bremsen ziehen», erzählte er im Ziel. Lucien Greber aus dem Kiental hatte ein paarmal auf dem Schlittelweg Ramslauenen trainiert und belegte Rang 6. Michael Zurbrügg kam gar rückwärts sitzend auf dem Bob ins Ziel (Rang 16) – und hoffte auf einen Bonus wegen seines Kunststücks. Sein Freund meinte bewundernd: «Das muss man erst mal können.» Derweil kommentierte der Speaker die Fahrt von Starter Carlos und tröstete ihn sogleich mit dem Motto des Horäschlittärennä: «Der Fahrer hat ein Tor verfehlt, aber das macht nichts, dabei zu sein, ist ­alles.»

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