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Hart für Zürich, cool für Thun

Stefan Geissbühler, Chefredaktor «Thuner Tagblatt», zur Verschiebung des Ironman-Austragungsortes von Zürich nach Thun.

Das ist wirklich hart: 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren, 42 Kilometer Laufen – kurz: Ironman. Krönung der verschiedenen weltweit ausgetragenen Rennen mit ebensolcher Ausstrahlung ist die Ausgabe auf Hawaii.

Nicht selten beweisen Athletinnen und Athleten aus der Schweiz in dieser Sportart die nötige Härte, die Seriensiegerinnen Natascha Badmann (6 Erfolge auf Hawaii) und Daniela Ryf (bisher 4 Erfolge auf Hawaii) lassen grüssen. Und die gebürtige Spiezerin Caroline Steffen hat auch schon 6 Ironman-Siege auf ihrem Konto.

«Der Berner Bär ist durchaus in der Lage, dem Zürcher Löwen die Krallen zu zeigen.»

Stefan Geissbühler, Chefredaktor

«Thun ist im Gespräch für Ironman-Wettbewerb»: So titelte diese Zeitung vor knapp zwei Jahren. Die Recherchen haben damals ergeben, dass ein Ironman-Wettbewerb in Thun als Ergänzung zu jenem in Zürich stattfinden sollte.

Die hiesigen Behörden hielten sich bedeckt. Und verhandelten weiter. Nun ist klar: Thun hat Zürich den internationalen Anlass gleich ganz abgejagt. Der aus naheliegenden Gründen bestens in die Region passt. Man halte sich die Kulisse mit See und majestätischen Alpen vor Augen.

Auch wenn die eisernen Frauen und Männer nicht jedermanns/jederfraus Sache sind – die Organisatoren rechnen mit einem Grossaufmarsch: 50'000 Zuschauer sollen hier dem Rennen beiwohnen. Zudem soll das hiesige Gewerbe profitieren können. In welchem Ausmass, wird sich zeigen. Dass Veranstalter und Behörden alles unternehmen, um negative Nebenwirkungen wie Verkehrsbehinderungen und Abfall-Anfall auf ein Minimum zu beschränken, versteht sich von selbst.

Alles in allem: Dass die Stadt Thun – die vor einiger Zeit der Tour de Suisse die kalte Schulter gezeigt hat – den Ironman-Wettbewerb erobert hat, ist gute Werbung für Stadt, Region und Kanton. Chapeau. Zürich muss sich von einem Grossanlass verabschieden. Der Berner Bär ist also durchaus in der Lage, dem Zürcher Löwen die Krallen zu zeigen.

stefan.geissbuehler@thunertagblatt.ch

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