Harderfründe wählten neuen Präsidenten

Unterseen

Die Harderfründe wählten an ihrer Hauptversammlung einen neuen Präsidenten: René Demuth. Er löst Josua Zurbrügg ab. Neu gehört Albert Manetsch dem Vorstand an.

Wechsel im Vorstand (v. l.): Albert Manetsch (neu im Vorstand), Josua Zurbrügg, zurückgetretener Präsident, und René Demuth, sein Nachfolger (bisher Vize).

Wechsel im Vorstand (v. l.): Albert Manetsch (neu im Vorstand), Josua Zurbrügg, zurückgetretener Präsident, und René Demuth, sein Nachfolger (bisher Vize).

(Bild: Ueli Flück)

Der Verein Harderfründe sorgt nicht für Schlagzeilen, aber für gute Wanderwege am Harder. Der 1993 gegründete Verein unterhält nicht nur Wege, ihm gehört auch der Harderstern, der seit dem 1. Advent 2000 jeden Winter über dem Bödeli leuchtet, und er bedient auch den historischen Scheinwerfer im Turm des Restaurants.

2008 schenkten die Fründe der hundert Jahre alt gewordenen Harderbahn einen Themenweg mit einem Dutzend Informationsstellen. An interessanten Standorten werden Geschichten über den Harder als Berg und die Harderbahn mit all ihren Einrichtungen erzählt.

310 Mitglieder

Wie der abtretende Präsident Josua Zurbrügg in seinem Jahresbericht festhielt, leisteten die Harderfründe 81 Tagwerke, 19 davon alleine für das Ausmähen der Bergwege. Der Scheinwerfer wurde an sechs Abenden in Betrieb gesetzt. Das Jahr begann wie immer mit einem Chäsbrätel am Neujahrstag auf dem Harder. Gut hundert Leute waren dabei.

Kassier Martin Bütikofer erläuterte die Jahresrechnung, die bei Einnahmen von rund 8900 Franken mit einem Defizit von 2299 Franken abschloss. Das Vermögen beträgt noch rund 9000 Franken.

Etliche Mitglieder seien aus dem Verein ausgetreten, meldete der Kassier. Die Gründe sind nur zum Teil bekannt. Etwa: «Auf dem Harder herrscht Massentourismus, das ist nicht mehr unser Hausberg.» Dem hielt René Demuth entgegen: «Der Harder bleibt der Harder. Schon wenige Meter neben der Terrasse herrscht Ruhe, und wir können den Kraftort geniessen.»

Der Verein zählt noch 310 Fründe und Fründinnen. 64 von ihnen waren am vergangenen Samstag an der 23. Hauptversammlung dabei.

Abschied nach dreizehn Jahren

2005 wurde Josua Zurbrügg in den Vorstand gewählt, die letzten zwei Jahre amtierte er als Präsident. Er wurde mit Lob, Dank und einem Geschenk verabschiedet. Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige Vizepräsident René Demuth gewählt. Albert ­Manetsch verstärkt neu den ­Vorstand.

Der neu gewählte Präsident hielt unter anderem fest, dass der Weg zwischen dem Bleiki und dem Rundholzhüttli in schlechtem Zustand sei. Seine Instandstellung überschreite die Möglichkeiten des Vereins. Es müsse mit der Gemeinde Interlaken gesprochen werden. Im Januar beschädigten Stürme den Harder­stern, die Reparatur wird über tausend Franken kosten.

Zum Schluss der Versammlung gab Bunkerwart Adrian Deuschle einen interessanten Einblick in die während des Zweiten Weltkriegs gebauten Festungsanlagen am – besser im – Harder.

Berner Zeitung

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