Harder Kulm: Neues Restaurant mit Panoramasicht

Unterseen

Am Donnerstag wurde auf Harder Kulm der Annexbau als Erweiterung des Restaurants feierlich eingeweiht. Das schlichte Gebäude mit seinen zwei Fensterfronten öffnet den Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau.

Das neue Restaurant Jungfrau (im Vordergrund) bietet Platz für 135 Gäste und eine tolle Panoramasicht nach Süden und Norden.

Das neue Restaurant Jungfrau (im Vordergrund) bietet Platz für 135 Gäste und eine tolle Panoramasicht nach Süden und Norden.

(Bild: Peter Wenger)

«Wie kann man auf dem Harder Kulm zusätzlichen Raum schaffen, ohne den besonderen Charakter des markanten Jugendstilgebäudes zu stören? Hier ist die Antwort», freut sich Urs Kessler, CEO der Jungfraubahnen, über die gelungene Lösung. Das Projekt des Thuner Architekturbüros Heinz Brügger lehnt sich mit einem schlichten Bau an den historischen Altbau an, ohne diesen zu konkurrenzieren.

«Das über hundertjährige Baudenkmal ist durch seine besondere Ausstrahlung fest in den Köpfen der Harderfreunde verankert. Der klare Anexbau mit Fensterfronten in zwei Richtungen zeigt neben dem Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau im Süden den ursprünglichen Landschaftsraum des Habkerntals mit dem Gemmenalphorn im Norden», beschreibt Heinz Brügger, als leitender Architekt.

Platz für 135 Gäste

Mit dem erweiterten Restaurant-angebot reagieren die Jungfraubahnen auf die laufend steigenden Gästezahlen auf dem Harder. Aufgrund der Nachfrage nach mehr Kapazität war im April 2014 ein Studienauftrag für einen Erweiterungsbau in Auftrag gegeben worden. Im März 2015 stand das Siegerprojekt der Thuner Architekten fest.

Gestern konnte bei strahlendem Sommerwetter der neue Pavillon Jungfrau – ein zweigeschossiger Annexbau mit 135 zusätzlichen Sitzplätzen – feierlich eingeweiht werden. Der Neubau ist behindertengerecht, komplett unterkellert und mit einer Produktionsküche sowie einer Toilettenanlage bestückt. Die Projektkosten belaufen sich auf rund 3,2 Millionen Franken.

Enger Zeitplan

«Die Logistik auf dem schmalen Grat war echt eine Herausforderung. Wie entsorgt man das Aushubmaterial, wie bringen wir die Baumaterialien, ohne die Umwelt zu belasten, auf den Berg?», erinnert sich Tom Niederhäuser, Projektleiter Infrastruktur der Jungfraubahnen, an die heikle Auf­gabe.

Wetterglück sei Dank: Bereits vor Ende Jahr 2016 war die Baugrube weitgehend ausgehoben und das Aushubmaterial via Alp Falschbrunnen entsorgt. Dies ermöglichte eine Transportseilbahn, welche gemeinsam mit der Burgergemeinde Unterseen installiert worden war.

Kurz nach Neujahr 2017 konnten die Arbeiten bereits fortgeführt werden. Mitte März wurden die vorgefertigten Wand- und Deckenteile aus Holz mithilfe eines Helikopters eingeflogen und montiert.

Baubewilligung im Oktober

Dem Bau war ein aufwendiges Bewilligungsverfahren voraus­gegangen. Alle interessierten Gremien – Gemeinde und Bur­ger­gemeinde Unterseen, Denkmalpflege, Natur und Landschaftschutz – konnten ihre Anliegen und Wünsche einbringen.

Die nötige Zonenplanänderung und die neue Überbauungsordnung mussten von der Gemeindeversammlung in Unterseen genehmigt werden. Das Baugesuch wurde am 5. Juli 2016 eingereicht. Kurz nach Eintreffen der Baubewilligung im Oktober 2016 begannen erste Vorbereitungsarbeiten.

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