Interlaken

«Härestah u abdrücke»

InterlakenHamschter stehen vor einem Highlight in ihrer Bandgeschichte: Die Mundartrocker treten am Greenfield Festival auf. Die Vorfreude auf den Gig ist gross.

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«Ich war gerade am Haarefärben, als mein Telefon klingelte», sagt Hamschter-Frontfrau Cindy von Allmen. Iris Huggler von Jungfrau World Events habe ihr gleich noch eine SMS hinterhergeschickt. Da wusste sie: «Ich muss sofort zurückrufen.»

Der Rest ist bekannt: Die Lauterbrunner Band Hamschter spielt am Greenfield-Samstag auf der Mönch Stage.

«Die Jungs wollten mir das erst gar nicht glauben», erzählt Cindy. Dass die Band das Angebot annehmen würde, war von Anfang an klar: «Wenn jemand von uns vier an diesem Datum nicht da gewesen wäre, hätte man gemacht, dass man da ist», hält Cindy fest.

Vor der Haustüre

Für Hamschter ist der Auftritt speziell, die Vorfreude ist gross. «Wir haben zwar auch schon an grossen Festivals gespielt, aber an so einem internationalen Ding noch nie», sagt Schlagzeuger Lori Zurbuchen. «Und dann erst noch vor der Haustüre», ergänzt Erwin Glaus, Hamschter-Bassist seit 2010.

«Wenn dein Name auf dem gleichen Plakat wie die Red Hot Chili Peppers und Nightwish steht, ist das schon etwas Grandioses», sagt Zurbuchen nicht ­ohne Stolz und Genugtuung.

«Wenn dein Name auf dem gleichen Plakat wie die Red Hot Chili Peppers und Nightwish steht, ist das schon etwas Grandioses.»Lori Zurbuchen, 
Hamschter-Schlagzeuger

Die Flyer und Plakate hätten auch geholfen, das Ganze erst richtig zu realisieren. «Lange Zeit war es noch zu weit weg für uns, auch der Vertrag hat nicht viel geholfen», sagt Cindy. Als sie dann aber die Flyer in der Hand gehalten hätte, sei es ihr klar geworden.

Die Vorbereitungen laufen gleich wie bei jedem anderen Konzert. «Allerdings mussten wir fast mit der Stoppuhr proben», sagt Gitarrist Thomas «Gerry» Gertsch. Hamschter hat ein Zeitfenster von 35 Minuten, «normalerweise spielen wir zwei Stunden» so Gertsch weiter.

Die Auswahl haben die vier bereits getroffen. Die zwei neuen Lieder von Cindy werden sicher ein Plätzchen finden – «das freut mich sehr», sagt die Frontfrau. «Das wird vielleicht das einzige Lied mit Akkustikgitarre am Greenfield», sagt Gertsch.

Quelle: Youtube.com/Toni Zimmermann

Beim Aufbau am Konzerttag werden Hamschter ohne Soundcheck auskommen müssen. «Aber wir verlassen uns da ganz auf unseren Tontechniker Bruno Krebs», sagt Cindy. «Wenn er dabei ist, kann nichts passieren», ergänzt Gertsch.

Rockig, gradlinig

Den Auftritt selbst will die Band in gewohnt rockiger Manier über die Bühne bringen: «Wir wollen ‹härestah u abdrücke›», sagt Cindy, «so wie immer». Die Greenfield-Besucher erwartet gradli­nigen Mundartrock – «mit viel Spielfreude», ergänzt Gertsch. «Wir wollen einfach jede Sekunde geniessen», sagt Zurbuchen.

Quelle: Youtube.com/Toni Zimmermann

Die Band hofft, auch neue Fans zu gewinnen. «Die meisten Leute kommen ja nicht wegen Hamschter ans Greenfield; sie von uns überzeugen zu können, ist viel schwieriger», sagt Lori Zurbuchen.

Gleichzeitig sei es auch eine Chance. Hamschter sei mit selber komponierten Songs in Mundart kombiniert mit Rockmusik doch etwas Spezielles in der Schweiz.

«Ich freue mich, an einem richtigen Rockfestival aufzutreten», so Zurbuchen, «wir passen gar nicht mal so schlecht zum Greenfield.» Er ist schon jetzt nervös, für ihn geht mit dem Auftritt ein Traum in Erfüllung: «Ich habe mir immer wieder vorgestellt, am Greenfield aufzutreten.» In einer Woche wird sein Traum Realität werden.

Auftritt: Hamschter spielen am Samstag, 11. Juni, um 15.55 Uhr auf der Mönch Stage. (Berner Zeitung)

Erstellt: 02.06.2016, 14:32 Uhr

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