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Gipfelziele für die Hosentasche

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nahe liegt? Dies dachten sich auch die Beatenberger Fredy und Sabine Joss. 40 alpine Wanderungen im Berner Oberland haben sie in einem handlichen Buch zusammengefasst.

Schlichter Name, grossartige Aussicht: Blick vom Gipfel Bim Signal bei Innertkirchen über das Nebelmeer im Titlisgebiet.
Schlichter Name, grossartige Aussicht: Blick vom Gipfel Bim Signal bei Innertkirchen über das Nebelmeer im Titlisgebiet.
Fredy Joss

Man glaubt sie zu kennen, die Heimat und ihre Reize. Doch abseits der klassischen Ausflugsziele liegen mehr Wege, als ein Paar Wanderschuhe in ihrem ganzen Leben begehen können. Manche dieser Wanderperlen liegen versteckt. Denn: Tourenbeschriebe gab es im Bereich Alpinwandern für das Berner Oberland vor allem für die Alpenpässe oder die Wege von Hütte zu Hütte.

Das ändert sich nun mit dem Alpinwanderführer aus dem Verlag des Schweizer Alpen-Clubs (SAC). Wer das Land von Eiger, Niesen und Rote Totz zu kennen glaubt, wird mit dem neuen, grün gebänderten Alpinwanderführer einige Überraschungen erleben. Denn oft sind es Gipfel mit schlichten Namen, die aussergewöhnliche Ausblicke zulassen. So etwa der Berggipfel Bim Signal.

Die 2069 Meter über Meer gelegene Spitze am nordöstlichen Ende der Engelhörner bei Innertkirchen erlaubt eine traumhafte Rundumsicht, etwa auf das Titlisgebiet. Eine Route für alpine Wanderungen zu finden, ist gar nicht so einfach. Denn die Engelhörner mit ihren steilen Kalkzähnen sind vielmehr ein Klettergebirge.

Intensive Recherche

Die Route auf den Berg Bim Signal ist eine von 40 hochkarätigen Gipfelzieltouren, die im neuen Alpinwanderführer beschrieben werden. Verantwortlich dafür sind die beiden Beatenberger Sabine und Fredy Joss. Zwei Sommer waren die Biologin sowie der Lektor, Autor und Fotograf unterwegs, um für das Buch zu recherchieren. Es galt, 40 Gipfel auszukundschaften und zu fotografieren. «Einige erwiesen sich als zu schwierig und zu wenig attraktiv für den Wanderführer», sagt Mitautor Fredy Joss. Eine zeitintensive Recherche.

«Wie viele Tage und Stunden wir für den Wanderführer aufgewendet haben, wissen wir gar nicht so genau. Auf jeden Fall kamen dabei mehrere Zehntausend Höhenmeter zusammen», sagt Fredy Joss. Es ist bereits der dritte Band der Buchreihe «Alpinwandern/Gipfelziele», den Sabine und Fredy Joss für den SAC-Verlag zusammengestellt haben. Nach dem Oberwallis und dem Engadin steht dieser Teil nun ganz im Zeichen der Heimat der Autoren. Mittlerweile ist eine ganze Reihe von Bänden entstanden, das Oberland fehlte jedoch bis jetzt.

Wenig bekannte Geheimtipps

288 Seiten stark ist der Wanderführer im Taschenbuchformat. Damit passt er bestens in die Hosentasche. Das hilft: Denn die 217 Farbfotos und 44 Übersichtskarten sind nicht nur ein gutes Planungsinstrument für die Tour, sondern können auch unterwegs wertvolle Dienste leisten. Die im Buch vorgestellten Touren decken die Schwierigkeitsgrade von T2 bis T6 ab.

Die meisten Wanderungen bewegen sich in den mittleren Schwierigkeitsbereichen. Ergänzt werden die Ziele im Buch mit zahlreichen Nachbargipfeln und Varianten. Übrigens: Der Berg Bim Signal ist nicht der einzige wenig bekannte Gipfel mit grandioser Aussicht, der im Buch beschrieben wird. Auch Stampfhoren, Garzen, Ellstab, Hohhoren, Gandhore oder Fitzer waren bislang echte Geheimtipps.

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