Giessbachtunnel: Der Durchbruch im Sicherheitsstollen ist gemacht

Brienz

Am Donnerstagvormittag konnten im Sicherheitsstollen beim Giessbachtunnel der A8 die letzten Meter ausgebrochen werden. Die letzten 200 Meter mussten im Sprengvortrieb ausgebrochen werden.

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Beim Ostportal des Giessbachtunnels der A8 konnten die Mineure am Donnerstagvormittag ein wichtiges Etappenziel feiern: Sie schafften den Durchbruch in der Röhre, die später als Sicherheitsstollen für die Benützer des Giessbachtunnels dienen wird. Dies teilte das Bundesamt für Strassen (ASTRA) mit.

Der Durchschlag erfolge rund 22 Monate nach Beginn der Ausbrucharbeiten. Wegen unerwartet schwieriger geologischer Verhältnisse hätten die Verantwortlichen das Bauprogramm im Herbst 2015 anpassen müssen.

Der Giessbach-Sicherheitsstollen misst rund 3,3 Kilometer. Angesichts dieser Länge und aufgrund der geologischen Prognose sei für den Ausbruch eine Tunnelbohrmaschine eingesetzt worden. Die Bohrmaschine arbeitete sich ab Juli 2014 von Westen her durch den Berg.

Probleme auf den letzten 200 Meter

Auf den ersten 3,1 km seien die Arbeiten gut vorangekommen. Erst im letzten Abschnitt, in der Nähe des Ostportals, stiessen die Mineure auf Probleme. Dort befindet sich ein weiteres Gebiet mit vielen grossen, lockeren Felsblöcken und offenen Klüften.

Deshalb entschieden die Verantwortlichen, die blockierte Tunnelbohrmaschine rückwärts aus dem Berg zu ziehen und die restlichen 200 Meter des Stollens von der anderen Seite her im Sprengvortrieb auszubrechen.

Der Bau des Giessbach-Sicherheitsstollens ist Teil des Programm «Tunnelsicherheit Berner Oberland».

ngg/pd

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