Gewerbe in Vergangenheit und Gegenwart

Wimmis

An der 14. Gewerbeausstellung konnte ein Blick in die Vergangenheit und in die Gegenwart geworfen werden. 44 Ausstellendepräsentierten ihr Schaffenvon gestern bis heute.

Hoher Besuch: OK-Präsident André Iseli mit Grossratspräsident Jürg Iseli und Gemeinderatspräsidentin Barbara Josi (von links).<p class='credit'>(Bild: Hans Kopp)</p>

Hoher Besuch: OK-Präsident André Iseli mit Grossratspräsident Jürg Iseli und Gemeinderatspräsidentin Barbara Josi (von links).

(Bild: Hans Kopp)

«Auch in der heutigen Zeit können wir noch von der Vergangenheit lernen», sagte OK-Präsident André Iseli am Freitagabend vor zahlreichem Publikum bei der Eröffnung der dreitägigen 14. Gewerbeausstellung in der Wimmiser Rollhockeyhalle. Trotzdem könne man sich dem Fortschritt nicht verschliessen. Als positiv wertete er die Nähe der Gewerbler zur Kundschaft. Man kenne sich, strich er als einen der Vorteile heraus.

Bei einem Rundgang durch die Ausstellung mit dem Motto «Ds Gwärb geschter u hüt» boten die 44 Ausstellenden einen anschaulichen Einblick in vergangene Handwerkertage und deren Veränderungen bis heute. In ihrer Grussbotschaft sparte Gemeinderatspräsidentin Barbara Josi (SVP) nicht mit kritischen Worten an die Politik. «Wir wehren uns gegen die weitere Zentralisierung von Aufgaben in den Agglomerationen», sagte sie.

Und: Die von der Regierung angestrebten Gemeindefusionen erachte man nur als angebracht, wenn diese Sinn machen würden. Da sei etwa die Rede von einem Zusammenschluss mit Erlenbach. «Stellen Sie sich vor, wir würden dann diesen Ortsnamen tragen!», sagte die SVP-Grossrätin etwas plakativ.

Der Gewerbeverein lebt

In launigen Worten gab Rudolf Schneiter vom Dorfmuseum Wimmis Historic Anekdoten aus früherer Zeit zum Besten. So erzählte er etwa, dass Ende des 18. Jahrhunderts ein Prädikant von der Obrigkeit ermahnt wurde, sich besser um seine Schäflein als um den Weinhandel zu kümmern. Schneiter erwähnte unter anderem den Niedergang der einst blühenden Zündholzindustrie und den Bau der Niesenbahn, die zum Leidwesen der Wimmiser von Mülenen aus gebaut worden ist.

Ein Lob zollte er dem 1907 gegründeten Gewerbeverein, dem sowohl kleinere Betriebe als auch Industrieunternehmen, Dienstleistungs- und Handelsfirmen sowie grössere Gewerbebetriebe angehören. Heute zählt der Verein 72 Aktiv-, 16 Ehren- und Freimitglieder.

Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung durch die Musikgesellschaft Wimmis und den Jodlerklub Wimmis. Am Samstag und Sonntag ging ein interessantes Rahmenprogramm über die Bühne. Für das leibliche Wohl sorgte eine Festwirtschaft.

Berner Zeitung

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