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Gesunde Finanzen trotz Minus

Die Gemeindeversammlung genehmigte am Freitagabend Kredite im Umfang von über 2 Millionen Franken. Unter anderem gibt es eine neue Gletschersandbrücke.

2011 hatten Unwetter die Widerlager bei der Gletschersandbrücke unterspült. Seither existierte die Brücke als Provisurium. Jetzt kann eine neue, höhere Brücke gebaut werden.
2011 hatten Unwetter die Widerlager bei der Gletschersandbrücke unterspült. Seither existierte die Brücke als Provisurium. Jetzt kann eine neue, höhere Brücke gebaut werden.
Bruno Stüdle

Erstmals hat der Gemeinderat Grindelwald der Gemeindeversammlung eine Jahresrechnung nach dem Modell HRM2 vor­gelegt. Ein Modell, das für Otto Normalverbraucher nicht ganz einfach zu verstehen ist.

Gemeindepräsident Christian Anderegg, gleichzeitig Finanzvorsteher, präsentierte am Freitagabend mit nüchternen Zahlen das Ergebnis: knapp 543'000 Franken Verlust. Der allgemeine Haushalt weist eine schwarze Null aus, aber Defizite in den Spezialfinanzierungen Wasser und Abwasser brachten die Rechnung ins Minus. Immerhin steht die Rechnung gegenüber dem Voranschlag um über eine Viertelmillion besser da.

Ein Stimmbürger bemerkte schliesslich, dass die Rechnung gemäss altem Modell doch eigentlich erfreulich gewesen sei. Finanzverwalter Michael Wyss bestätigte, dass man im allgemeinen Haushalt zwar einen Ertragsüberschuss von über einer Million Franken erwirtschaftet habe, gemäss den neuen Vorschriften aber gezwungen sei, mit diesem Betrag vollumfänglich zusätzliche Abschreibungen zu tätigen.

Deshalb die schwarze Null in der Endabrechnung. «Doch ja, es ist richtig: Unsere Rechnung darf man als ­erfreulich bezeichnen», so Wyss. Die Versammlung – gekommen waren 41 Stimmbürger – genehmigte die Rechnung einstimmig.

Neue Gletschersandbrücke

Der gesunde Finanzhaushalt lässt in Grindelwald weitere Investitionen zu. Handlungsbedarf besteht laut Tiefbauvorsteher Christian Egger bei der Gletschersandbrücke, die seit sechs Jahren nur als Provisorium existiert, nachdem Unwetter die Widerlager unterspült hatten.

Die Brücke stelle die einzige Verbindung über die ­Lütschine für den Wanderweg oberer Gletscher–Pfingstegg dar, so Egger. Geplant ist nun eine ­höhere Brücke mit besserem Durchlass. Die Gerinnebreite von heute 12 Metern wird auf 20 Metern vergrössert. Die Versammlung genehmigte den Kredit von 466'000 Franken einstimmig.

Weitere Kredite, die am Freitag beschlossen wurden, betreffen den Neubau der Sauberwasserleitung und den Ersatz der Trinkwasserleitung im Gebiet Trogen-Chilchboden (605'000 Franken), den Ersatz der Leitungen im Gebiet Mettenberg (455'000 Franken), den Umbau der Schulzimmer und die Heizungssanierung in der Schulanlage Graben (420'000 Franken) sowie die Erneuerung der Zivilschutzanlage beim Sportzentrum (115'000 Franken).

Eine kurze Information gab es zum Thema Bodenverschiebungen und Naturgefahren. «In der Bevölkerung gibt es offenbar viele offene Fragen», so Christian Anderegg. Man führe Gespräche mit den Behörden in Bern und wolle in absehbarer Zeit öffentliche In­formationsanlässe in Grindelwald durchführen.

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