Gemeinsam können sie effizienter beschneien

Adelboden/Lenk

Für das gemeinsame Beschneiungsprojekt in den Skigebieten Bühlberg-Metsch und Silleren-Hahnenmoos liegen in den beiden Gemeinden Adelboden und Lenk die Baupublikationen auf.

Mit dem Lenker Speichersee Brenggen unterhalb des Berghotels Hahnenmoos und mit Wasser von Adelbodner Seite wollen die Bergbahnunternehmungen gemeinsam und effizienter beschneien (Archivfoto/Fritz Leuzinger)

Mit dem Lenker Speichersee Brenggen unterhalb des Berghotels Hahnenmoos und mit Wasser von Adelbodner Seite wollen die Bergbahnunternehmungen gemeinsam und effizienter beschneien (Archivfoto/Fritz Leuzinger)

Die Bergbahnen Adelboden AG (Baag) und die Genossenschaft Lenk-Bergbahnen (LBB) betreiben zusammen das Skigebiet Adelboden-Lenk. Beide Gemeinden haben gestützt auf ihren jeweiligen Beschneiungsrichtplan Überbauungsordnungen (UeO) erlassen. Die Baag verfügt über Wasserbezugsrechte auf einer interessanten Höhe jedoch ohne Speicheranlage. Die LBB ihrerseits haben mit dem Brenggensee ein Speicherbecken. Der Wasserbezug aus der Simme erfordert viel Pumpenenergie. Die Bergbahnunternehmen rechnen mit Gesamtkosten von circa 2 Millionen Franken für die steuerungs- und energietechnische Optimierung der Beschneiungsanlagen.

Rücksicht auf die Natur

Geplant ist eine rund 2,5 Kilometer lange und ins Erdreich verlegte Wassertransportleitung. Diese verbindet die beiden Beschneiungsanlagen in den Skigebieten Bühlberg-Metsch und Silleren-Hahnenmoos hydraulisch und ermöglicht dadurch eine ­effizientere Beschneiung. Dazu kommen fast 2 Kilometer Beschneiungsleitungen, teils als neue Ringleitung zum Metschstand, mit den benötigten Beschneiungsschächten. Aus Rücksicht auf die Vegetation und zur Schonung von Feuchtgebieten werden soweit machbar die Leitungen in bestehende Strassenkörper verlegt. Die umfangreichen Grabarbeiten dürften nach Abschluss auf das Natur- und Landschaftsbild keine sichtbaren Auswirkungen haben.

«Bereits vor einem Jahr mit der UeO-Auflage konnten wir mit den Umweltschutzorganisationen gute Gespräche führen», erklärte LBB-Geschäftsführer Nicolas Vauclair. «Die UeO wurden durch das Amt für Gemeinden und Raumordnung genehmigt, daher erwarten wir zur aufliegenden Baupublikation keine Einsprachen.» Der Baubeginn ist frühestens nach der Schneeschmelze vorgesehen. Er ist jedoch ab­hängig vom Verlauf des bis zum 26. März aufliegenden Baupublikationsverfahrens.

Berner Oberländer

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt