Gemeinde schreibt BDG-Aktien ab

Zweisimmen

Die Gemeindeversammlung Zweisimmen stützte den Gemeinderat in allen Belangen.

Die 130 Stimmberechtigten haben die von Finanzverwalter Silvio Maurer als «Klumpenrisiko» bezeichneten Aktien der Bergbahnen Destination Gstaad (BDG) eliminiert und abgeschrieben.

Die 130 Stimmberechtigten haben die von Finanzverwalter Silvio Maurer als «Klumpenrisiko» bezeichneten Aktien der Bergbahnen Destination Gstaad (BDG) eliminiert und abgeschrieben.

(Bild: Bruno Petroni)

An der Gemeindeversammlung von Zweisimmen herrschte bei den anwesenden Stimmberechtigten Einigkeit mit dem Gemeinderat. Die vier Vorlagen erlangten mit grossem Mehr alle die Zustimmung. Allen voran die von Finanzverwalter Silvio Maurer präsentierte Jahresrechnung 2018.

Der Gesamthaushalt weist einen Aufwandüberschuss von fast 370'000 Franken aus. Die Spezialfinanzierungen Abwasser, Abfall und Feuerwehr konnten Überschüsse ausweisen. Der allgemeine Haushalt wurde durch die Wertberichtigung der Aktien der Bergbahnen Destination Gstaad (BDG) AG mit über 1,025 Millionen Franken gebeutelt.

Mit der Genehmigung der Jahresrechnung haben die 130 Stimmberechtigten als Nachkredit die von Maurer als «Klumpenrisiko» bezeichneten BDG-Aktien eliminiert und abgeschrieben.

Gemeinderatspräsident Ernst Hodel zu den finanzpolitischen Zielsetzungen: «Bei einer maximalen Steueranlage von 1,90 Einheiten soll der Bilanzüberschuss mindestens drei Steuerzehntel betragen. Für Einsparungen in der Erfolgsrechnung ist der Spielraum gesetzlich und vertraglich eng.» Zweisimmen hat Nettoinvestitionen von 5,5 Millionen getätigt.

Grundlage für Spitalausbau

Die Änderung im Baureglement für Zonen mit öffentlicher Nutzung ZöN I «Spital, Altersheim, Heime» wurde in geheimer Abstimmung mit 125 Ja zu 2 Nein Stimmen angenommen. Im Zusammenhang mit dem Projektwettbewerb für einen Spitalneubau verlangte das Amt für Gemeinden und Raumordnung die Einleitung eines ordentlichen Planerlassverfahrens.

Gemeinderat Daniel Dumont, Hochbau und Planung, erklärte: «Trotz einer veränderten strategischen Ausrichtung der Spitalversorgung ist für einen allfälligen Neubau die reglementarische Anpassung angebracht, und diese ist mit der neuen Verordnung über die Begriffe und Messweisen im Bauwesen in Einklang zu bringen. Es betrifft im angrenzenden Sektor A eine Fassadenhöhe von 16 Metern und im Spitalsektor B von 19 Metern.» Die öffentliche Mitwirkung ergab keine Einsprachen.

Am Gebäudetrakt mit Gemeindesaal und Turnhalle der Schulanlage Gwatt gehört der Fensterersatz mit Kostenfolge von 390'000 Franken zur längst fälligen energietechnischen Sanierung des über 40-jährigen Gebäudes. Auch die 442'000 Franken für die Sanierung des im Jahr 2017 kontrollierten Leitungsnetzes für Schmutz- und Regenwasser im Gebiet Hübeli, Bolgen, Moosmatte und Obegg waren unbestritten.

Berner Oberländer

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