Geht im Hallenbad bald die Post ab?

Aeschi

In Aeschi ist der Weg frei für die Projektierung eines Dienstleistungszentrums im Eingangsbereich des Hallenbades. Die Aktionäre gaben grünes Licht.

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Im Eingangsbereich des Hallenbades soll ein Dienstleistungszentrum entstehen, das Aeschi Tourismus und eine Postagentur beheimaten soll. 53 Prozent der Aktien waren an der 40. Generalversammlung der Hallenbad Aeschi AG im «Niesen» vertreten.

Ihre Inhaber oder Vertretungen folgten dem Antrag des Verwaltungsrates einstimmig, das Projekt weiterzuverfolgen. Was allerdings nicht einer definitiven Zustimmung für die Realisierungs entspreche, wie Verwaltungsratspräsident Daniel Reichenbach präzisierte.

Nachdem Post und Tourismus ihre Zustimmung bereits gegeben hatten, lässt die Gemeinde Aeschi als wichtigste Aktionärin nach der Zustimmung aller Beteiligter das Projekt samt Kosten ausarbeiten, erst dann könne der Bauentscheid gefällt werden.

Für Projektleiter Gery Freiburghaus ist der Bau im Jahr 2020 realistisch. So bleibe die Post mit einer Agentur im Dorf, der die langen Öffnungszeiten des Hallenbades zugutekommen.

Erstmals in der Gewinnzone

«Es ist uns erstmals gelungen, ein positives Ebitda – das betriebliche Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzerfolg und Steuern – zu erreichen», erklärte Daniel Reichenbach erfreut. Dank eines Gewinns von 1800 Franken könne das Bad ohne Verlust betrieben werden, was kaum einem anderen Bad gelinge. So stünden die Gemeindebeiträge ausschliesslich für Investitionen und Amortisationen zur Verfügung.

Finanziell stand 2017 die Erneuerung der Gemeindebeiträge im Vordergrund. «Nebst der Reduktion des Beitrages von Reichenbach um die Hälfte auf 7500 Franken konnten wir diejenigen von Krattigen und Aeschi für weitere fünf Jahre sichern. Aeschi erhöht sogar auf mindestens 25'000 Franken, bis Spiez sich wieder mit mindestens 50'000 beteiligt.» Ein entsprechendes Gesuch werde von Spiez geprüft.

Mehr Eintritte

«Die Steigerung der Einnahmen durch Eintritte auf 55'409 Franken war sicher auch auf die Sanierung der Bäder Oberhofen und Heimberg zurückzuführen», hielt Reichenbach fest. Der Umsatz stieg um acht Prozent oder um rund 50'000 Franken zusammen mit den übrigen Betrieben auf total 685'628 Franken.

Dies dank elf Prozent mehr Umsatz im Hallenbad und neun Prozent höheren Erträgen aus der Wasservermietung. Bei Kostensteigerung um 15'000 Franken und Mehrinvestitionen von 10'000 Franken verbesserte sich die Liquidität um 25'000.

Die Instandhaltung des Bades sei damit gewährleistet. Dazu gehört der Ersatz der Chlorierung in diesem Sommer für über 100'000 Franken. Doch schon im Betriebsjahr ergaben drei freiwillige Wasserkontrollen laut Reichenbach positive Ergebnisse.

Berner Oberländer

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