Fussball verbindet Gemeinden

Erlenbach

Am Montag geht es los: Der FC EDO Simme darf nach einem langwierigen Verfahren seinen Kunstrasen auslegen. Die Vertreter der be­teiligten Gemeinden trafen sich am Donnerstag zum symbolischen Spatenstich.

Spatenstich für den neuen Kunstrasen (v. l.): Martin Wiedmer, Gemeinderatspräsident Diemtigen; Simon Künzi, Gemeinderatspräsident Erlenbach; Walter Klossner, Bauverwalter Erlenbach; Hans Ueltschi, Gemeinde- und Gemeinderatspräsident Därstetten; Ueli Heim, Gemeinderat Oberwil; Susanna Maier, Gemeinderätin Boltigen; und Mathias Siegenthaler, Präsident FC EDO Simme 1977.

Spatenstich für den neuen Kunstrasen (v. l.): Martin Wiedmer, Gemeinderatspräsident Diemtigen; Simon Künzi, Gemeinderatspräsident Erlenbach; Walter Klossner, Bauverwalter Erlenbach; Hans Ueltschi, Gemeinde- und Gemeinderatspräsident Därstetten; Ueli Heim, Gemeinderat Oberwil; Susanna Maier, Gemeinderätin Boltigen; und Mathias Siegenthaler, Präsident FC EDO Simme 1977.

(Bild: Kerem S. Maurer)

Fussball verbindet Völker – und im etwas kleineren Massstab auch Gemeinden. Vertreter von Diemtigen, Erlenbach, Därstetten, Oberwil und Boltigen, die mit ihrer Unterstützung das Kunstrasenprojekt ermöglicht hatten, freuten sich beim Spatenstich am Donnerstag in Erlenbach zusammen mit Mathias Siegenthaler, Präsident des FC EDO Simme, auf das erste Spiel auf dem neuen Untergrund, das noch in diesem Herbst angepfiffen werden soll. Wann und gegen wen, werde rechtzeitig bekannt ge­geben, sagte Siegenthaler und ergänzte: «Heute ist ein grosser Tag für den Fussball in unserem Tal!»

Verzögerter Baubeginn

Seit Ende Juli 2016 wird der Kunstrasen in Erlenbach in der Au gelagert. Am Montag, knapp vierzehn Monaten später, kann mit dem Bau begonnen werden. Warum erst jetzt? Man hatte im Jahr 2003 eine Baubewilligung für den Sandplatz (auf den der Kunstrasen zu liegen kommt) erhalten, obschon dieser ausserhalb der Baufelder liegt. In die Raumplanungsänderung von 2005 hätte diese Tatsache einfliessen sollen, was aber nicht geschehen war.

Nun hatte man sich erst mit dem Amt für Gemeinde und Raumplanung einigen müssen, bevor dieses eine gültige Baubewilligung ausstellte. Dann wurde diese an einen Nutzer­vertrag gekoppelt, der ebenfalls noch ausgehandelt werden musste. Dies kostete Zeit und Geld.

Doch jetzt sind endlich alle Hindernisse aus dem Weg geräumt, und dem Baustart steht nichts mehr im Weg. «An dieser Stelle möchten wir insbesondere den Erlenbacher Behörden unseren besonderen Dank für ihr Engagement während des ganzen Verfahrens aussprechen», sagte Siegenthaler. Er sei stolz darauf, dass ein solches Projekt, das eine gute Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen voraussetzt, zu einem guten Abschluss kommt.

Rasen soll zehn Jahre halten

Statt der budgetierten 271'000 Franken kostet das Kunstrasenprojekt jetzt 275'000 Franken. Als Gründe für die höheren Kosten nannte Siegenthaler das kostenintensivere Bewilligungsverfahren sowie die neue LED-Flutlichtanlage. Dies stelle aber kein wirkliches Problem dar, da mehr Parzellen durch die Mitglieder an Private und Unternehmen verkauft worden seien als erwartet: «Die Unterstützung aus der Bevölkerung und der Wirtschaft für dieses Projekt ist überwältigend. Dafür sind wir dankbar!»

Laut Siegenthaler soll der neue Kunstrasen mindestens zehn ­Jahre halten. Danach müsse ein neuer verlegt werden. Man gehe von Kosten in Höhe von rund 100'000 Franken aus. Dieser Betrag würde durch Rückstellungen von jährlich 10'000 Franken gespart. «Wir wollen diese Finanzierung in zehn Jahren aus eigener Kraft schaffen», sagte Siegenthaler und verriet, dass Bestrebungen bestünden, in zehn Jahren wieder einen Occasionkunstrasen von der Stadt Thun erwerben zu können.

Berner Oberländer

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