Frutigtaler Spiellüt haben seit 25 Jahren Erfolg

Reichenbach

Mit «Suuri Milch» von Fritz Krummen kommt bereits das 25. Theaterstück an fünf verschiedenen Orten auf die Bühnen. Die Gruppe nahm am Mittwoch in Reichenbach die Ovationen strahlend entgegen.

Die Spiellüt auf der Bühne in Reichenbach (v.l.): Karin Moser (Marianne Wenger), Elsbeth Schaufelberger (Fabienne Wyss) und Erich Buchmann (Adolf Bühler).

Die Spiellüt auf der Bühne in Reichenbach (v.l.): Karin Moser (Marianne Wenger), Elsbeth Schaufelberger (Fabienne Wyss) und Erich Buchmann (Adolf Bühler).

(Bild: Rösi Reichen)

Der Regisseur André Luginbühl instruierte die Spieler vor der Vorstellung im Kirchgemeindehaus Reichenbach kurz: «Sprecht laut und deutlich, konzentriert euch, kontrolliert, ob alles bereit ist auf der Bühne.» Und er wünschte ihnen viel Glück. Im Dreiakter «Suuri Milch», in dem die Nöte einer Bauernfamilie auf einem verschuldeten Hof thematisiert werden und ein Liegenschaftenhändler auch illegale Methoden anwendet, um das Anwesen zu ergattern, läuft es anders als erwartet. Zuletzt werden die Probleme gelöst.

Alle Jahre wieder

Martin Berger sang wie sein Bruder Christoph in einem Jodlerklub und spielte bereits mit 17 Jahren Theater. Christoph wollte sich voll auf Theatervorstellungen konzentrieren, hat einige Stücke selber geschrieben, und Martin war sofort bereit, mitzumachen. Er hat bei den Frutigtaler Spiellüt in den letzten 25 Jahren immer eine Rolle gespielt. «Ich bevorzuge laute Rollen, böse Charaktere. Einen Pfarrer möchte ich nicht verkörpern», sagt der Landwirt und erklärt, dass er früher die Texte viel schneller im Kopf hatte.

Auch Marianne Wenger war mit einzelnen Ausnahmen immer dabei. Die passionierte Spielerin kann in jede (Haupt)rolle schlüpfen. Allerdings habe sie an der diesjährigen, speziellen Rolle einer Intrigantin und Säuferin, die nach einer Kehrtwende ihre Fröhlichkeit mit Erleichterung zurückgewann, etwas länger geübt.

Mit Besuchern gefeiert

Nach dem Theater stiessen die Akteure noch mit den Besuchern auf das 25-Jahr-Jubiläum an, und der Regisseur beantwortete Fragen zum Jubiläum. Er will am Konzept mit einem Theaterstück ohne Gesang, Unterhaltung und Spiele festhalten, und er empfand im Rückblick das Theaterstück «Beresina» vom Bühnenbild her und mit 21 Akteuren als besondere Herausforderung.

Er ist mit der Gruppe zufrieden und lobt die Disziplin beim Lernen, die richtige Stellung auf der Bühne, die Bewegungen, die Mimik und die Einsätze. Er schätzt die Besucherzahl an den fünf Auftritten auf rund 1000. Schon bald wird bei Theaterverlagen das Stück für 2016 ausgesucht: Denn nach den Auftritten ist vor der nächsten Spielsaison.

Weitere Vorstellungen: Kandergrund, 25. November, um 20 Uhr in der Turnhalle, und in Spiez am Freitag, 27. November, um 20 Uhr im Lötschbergsaal.

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