Fragen zur Postauto AG

Aeschi

SVP-Grossrat Christoph Berger richtet eine Interpellation an den Regierungsrat. Darin die Frage, wieso der Postauto AG «trotz Quersubventionierung» die Konzession für die Strecke Spiez–Aeschi vergeben worden sei.

Die Erteilung von Konzessionen für Buslinien erscheine in einem zweifelhaften Licht, so Berger in seiner Interpellation.

(Bild: Bruno Petroni)

Das Geschäftsgebaren von Postauto Schweiz AG ist in die Kritik geraten. «Dabei erscheint nun auch die Erteilung von Konzessionen für Buslinien in einem zweifelhaften Licht», sagt SVP-Grossrat Christoph Berger.

So ­habe während Jahrzehnten die Automobilverkehr Spiez-Krattigen-Aeschi AG (Aska) in ihrem Gebiet die Buslinien betrieben, ehe per Fahrplanwechsel 2008 eine Neuausschreibung erfolgt sei, schreibt Berger in seiner an den Regierungsrat gerichteten Interpellation.

«Während die ­Aska und andere private Anbieter knapp und realistisch offerierten, konnte die Postauto AG damals ein rund 20 Prozent tieferes Angebot machen und erhielt die Konzession.

Der Aska wurden drei Viertel ihrer Einnahmen entzogen, was die Folge hatte, dass ein 85-jähriges, bis anhin ­erfolgreiches Transportgeschäft aus der Region liquidiert wurde und Arbeitsplätze verloren gingen.» Offensichtlich habe die Postauto AG nur dank Quersubventionierung derart günstig offerieren können, was den Wettbewerb verzerre.

Mehrere kritische Fragen

In seiner mit hoher Dringlichkeit eingereichten Interpellation stellt Christoph Berger dem Regierungsrat folgende Fragen: «Warum wurde der Postauto AG im vorgenannten Fall trotz offensichtlicher Quersubventionierung diese Konzession vergeben? Gibt es ähnliche solche Fälle in unserem Kanton?

Wurden weitere Verkehrsbetriebe durch die Praktiken von Postauto Schweiz verdrängt? Was unternimmt der Kanton Bern künftig, dass für eine Konzessionsvergabe alle Offertsteller gleich lange Spiesse haben? Und wie sieht die künftige Zusammenarbeit mit der Postauto AG aus?»

bpm

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