Flixbus macht halt im Oberland

Der deutsche Fernbusanbieter Flixbus erweitert sein Angebot um zahlreiche neue Ziele. Davon liegen zwei im Oberland: Interlaken und Grindelwald. Ab kommendem Freitag fahren die ersten grünen Cars Richtung Deutschland.

Die grünen Busse von Flixbus machen ab Freitag halt in Interlaken und Grindelwald.

Die grünen Busse von Flixbus machen ab Freitag halt in Interlaken und Grindelwald.

(Bild: PD/Flixbus)

Mit Beginn des Sommerfahrplans Ende dieses Monats sind ab der Schweiz neue Fernbusziele in ganz Europa zu erreichen, teilt Flixbus mit. In der Schweiz wird das Fernbusunternehmen zehn neue Haltestellen bedienen: Zug, Neuhausen am Rheinfall, Grenchen, Montreux, Neuchâtel, Martigny, Yverdon-les-Bains, Mendrisio – sowie Grindelwald und Interlaken.

Start an diesem Freitag

«Bereits ab dem kommenden Freitag können Reisende die Verbindungen ab Interlaken und ab Grindelwald nutzen», sagte ­am Dienstag Susanne Hintermayr, PR-Managerin von Flixbus Dach (Deutschland, Österreich, Schweiz) gegenüber dieser ­Zeitung.

Montags sowie von Donnerstag bis Sonntag geht es von Grindelwald (Abfahrt 9.20 Uhr) und Interlaken (9.55 Uhr) direkt nach Freiburg im Breisgau, Frankfurt, Mannheim, Karlsruhe sowie nach Erfurt und Jena.

Von 27. April bis 3. Juni sowie 16. Juli bis 16. September werden die Verbindungen täglich angeboten. Zusätzlich wird an vier Wochentagen ab Interlaken ein Direktkurs von und nach München angeboten.

In Interlaken befindet sich die Haltestelle für die grünen Busse auf dem Carparkplatz beim ­Migros-Kreisel, in Grindelwald haben Reisende am Endweg ein- und auszusteigen.

«Die Nachfrage nach Fernbusreisen in der Schweiz ist sehr gross, und so versuchen wir unser Angebot für die Einwohner und Gäste des Landes stetig zu verbessern. Mit zehn neuen Halten schaffen wir für viele Menschen eine günstige Reisemöglichkeit und eine echte Alternative zum eigenen Auto.

Wir freuen uns, Grindelwald und Interlaken im Rahmen des Netzausbaus erstmalig an unser europaweites Streckennetz anzuschliessen», lässt sich Flixbus-Geschäftsführer Fabian Stenger in der Medienmitteilung zitieren.

Möglichst umsteigefrei

Weniger auf die Abreisenden, dafür um so mehr auf die Ankommenden setzen die Touristiker: «Mehr Gäste aus Studentenstädten» erwartet Interlakens Tourismusdirektor Daniel Sulzer nach dem Entscheid von Flixbus, neu auch die Destination Interlaken ins Streckennetz zu integrieren.

Sulzers bedeutendstes Anliegen ist es, dass die Gäste «angenehm, rasch und unkompliziert» reisen können. Von «grosser Wichtigkeit» sei zudem, dass Interlaken mit dem öffentlichen Verkehr möglichst umsteigefrei erreicht werden kann. Als positiv wertet Sulzer zudem, dass die Reise nach Interlaken nachts erfolgt.

«Eine positive Sache»

Dass neu die grünen Busse bis nach Grindelwald hochfahren, ist für den Geschäftsführer von Grindelwald Tourismus, Bruno Hauswirth, eine «gute Chance, einen neuen Transportkanal zu eröffnen».

«Wir können künftig mehr Logiernächte generieren.»Bruno HauswirthGeschäftsführerGrindelwald Tourismus

Man habe in den letzten Jahren gerade aus dem deutschen Raum zunehmend Marktanteile verloren, sagt Hauswirth. «Die Gäste kommen am Abend an. Somit können wir künftig mehr Logiernächte generieren, das ist eine positive Sache», sagt Geschäftsführer Hauswirth.

Dass das Reiseangebot zudem aufs ganze Jahr ausgelegt ist, sei gerade für den Wintertourismus ein grosses Plus. Dass dieses neue Angebot zusätzliche Touristen in die Region bringen könne, davon geht Hauswirth aus. «Wir haben jedenfalls von unseren Koope­rationspartnern im Marketingverbund Best of the Alps keine negativen Rückmeldungen er­halten.»

Bereits vom deutschen Fernbusunternehmen angefahren werden die Alps-Mitgliederorte Kitzbühel, Garmisch und Cortina d’Ampezzo.

Gemäss dem Schweizerischen Personenbeförderungsgesetz ist die regelmässige und gewerbsmässige Personenbeförderung dem Bund beziehungsweise den Schweizer Bundesbahnen und den inländischen Konzessionären vorbehalten.

Deshalb dürfen ausländische Fernbusunternehmen – wie der deutsche Anbieter mit seinen grünen Bussen einer ist – innerhalb der Schweizer Landesgrenzen keine Personen auf- oder abladen.

Berner Oberländer

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