FCI: Der Blick geht nach vorne

Interlaken

Die Mitglieder des FC Interlaken sind den Vorschlägen der Arbeitsgruppe gefolgt und haben einen neuen, neunköpfigen Vorstand gewählt.

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Nathalie Günter@nathalieguenter

Das ging fix: Ohne Voten, ohne Gegenvorschläge, dafür einstimmig und mit Applaus wählten die stimmberechtigten Mitglieder des FC Interlaken am Freitag an der ausserordentlichen Hauptversammlung einen neuen Vorstand. 133 Anwesende, davon 89 der 250 Stimmberechtigten, hatten trotz vorweihnächtlicher Zeit den Weg in die Aula Gymnasium Interlaken gefunden.

«Wir sind uns bewusst, dass die Versammlung sehr kurzfristig einberufen wurde», sagte Regierungsstatthalter Martin Künzi, der als Tagespräsident amtete, eingangs. Da der Verein aber führungslos war, habe die Arbeitsgruppe nicht bis im Januar warten wollen.

Die «Arbeitsgruppe FC Interlaken» wurde überhaupt erst aktiv, als der neu engagierte Sportchef René Brandenberger Ende Oktober nach drei Wochen bereits wieder das Handtuch warf (wir berichteten).«Das war für uns der Auslöser einzugreifen», sagte Sprecher Alessio Bonata gegenüber dieser Zeitung. Darauf folgte der Antrag auf eine ausserordentliche Hauptversammlung, worauf wiederum der bisherige Vorstand geschlossen zurücktrat.

Die Verantwortung aufteilen

«Wir wollen heute nach vorne schauen», sagte Bonata bei seiner Vorstellung vor den versammelten Mitgliedern. «Es geht immer um den Fussball. Um den Fussball und den Verein.» Das Ziel sei, mit breiteren Strukturen zu arbeiten. «Es gibt so viel zu tun in einem Verein, dies kann nicht von zwei, drei Personen gemacht werden.» Die Strukturen sollen laufend überprüft werden.

Alessio Bonata im Kurz-Interview. Video: ngg

Dies wird vor allem die Aufgabe von Ulrich Kläy sein. Der CEO der Solviva-Gruppe wird in seinem Amt als Vizepräsident eine Aussensicht einnehmen. Neben Bonata, Kläy und Brandenberger (Sport) nehmen sechs Personen Einsitz im Vorstand: Beat Lauener (Infrastruktur), Els Hodler (Restaurant/Events), Barbara Kläy (Finanzen), Corina Schmidt (Marketing), Martin Michel (Sekretariat) und Karin Stingelin (Spielbetrieb). «Alle werden mit einem Team arbeiten», so Bonata.

Ulrich Kläy im Kurz-Interview. Video: ngg

Und diese Teams haben viel Arbeit vor sich. Vor allem auch in Bereich Sport. «Es gibt diverse Vakanzen», so René Brandenberger. «Einerseits weil sich Trainer mit dem bisherigen Vorstand solidarisch zeigten und demissionierten, andererseits weil zum Beispiel Damentrainer Beni Hodler die erste Mannschaft übernimmt.» Er werde in den nächsten Wochen viele Gespräche führen, meinte Brandenberger.

René Brandenberger im Kurz-Interview. Video: ngg

Die sieglose erste Mannschaft wird am 21. Januar wieder ins Training einsteigen. «Wir können in der Rückrunde sicher keine Wunder erwarten, aber wir können Engagement zeigen», formulierte René Brandenberger das sportliche Ziel.

«Wie und wann wird die Übergabe mit dem bisherigen Vorstand sichergestellt?» – Unter dem Traktandum «Verschiedenes» kam die einzige Frage dieses Abends. «Wir werden bereits am Freitag eine erste Sitzung haben», antwortete Alessio Bonata. Er sei sich sicher, dass es eine saubere Übergabe gebe.

Berner Oberländer

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