Es fehlt das Vertrauen

Lenk

Die Bergbahnen äussern sich unzufrieden zum weiteren Verlauf der Destinationsverdichtung. Es fehle das Vertrauen in die touristische Führungscrew, sagt Geschäfts­führer Nicolas Vauclair.

Seit dem Nein zu TALK fehlt seitens der Bergbahnen das Vertrauen in die touristische Führungscrew.<p class='credit'>(Bild: Bruno Petroni)</p>

Seit dem Nein zu TALK fehlt seitens der Bergbahnen das Vertrauen in die touristische Führungscrew.

(Bild: Bruno Petroni)

Seit die Mitglieder von Lenk Tourismus (LT) Ende März die Integration in die Tourismusorganisation Adelboden-Lenk-Kander­steg (TALK) klar verweigert ­haben, harzt die weitere Zusammenarbeit zwischen den Lenk-Bergbahnen (LB) und den Tourismusverantwortlichen von LT und Lenk Simmental AG. Diesen Eindruck gewinnt man nach der gestern verschickten Medienmitteilung der LB.

«Seit dieser Abstimmung wird häufiger über die schwierigen Verhältnisse zwischen Bergbahnen und Tourismus gesprochen als über die Lösungsansätze selber», heisst es da. «Und dass dieses Verhältnis anscheinend die Lösungssuche erschwert. Wir sehen hier keinen Zusammenhang», sagt Nicolas Vauclair, Geschäftsführer der LB.

«Es war und ist nicht die Aufgabe der Lenk-Bergbahnen, eine Lösung zur Destinationsverdichtung zu erarbeiten», sagt Vauclair. «Wie bei der Entwicklung von TALK ist es nun Aufgabe der Tourismusorganisation, Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Sobald eine Lösung auf dem Tisch liegt, die vom Kanton und von den anderen Tourismusorganisationen als machbar gesehen wird, werden wir uns diese Lösung anhören und das weitere Vorgehen besprechen.»

Enttäuschung über LT

In der Reaktion des Geschäftsführers («dass die Lenk-Bergbahnen aufgrund der Vorgehensweise in der Angelegenheit TALK zurzeit kein Vertrauen in die Führungscrew von LT und LST AG haben, ist eine Tatsache») spiegelt sich die Enttäuschung über den Entscheid der LT-Mitglieder vom 31. März.

Vauclair nahm damals die Exponenten und neu in den Vorstand gewählten Männer beim Wort, innerhalb von drei Monaten eine Alternativlösung zu erarbeiten und diese bis En­de Oktober umzusetzen.

«Diese Wahlvorschläge sind in keiner Art und Weise so zu verstehen, dass diese Personen im Vorstand von Lenk Tourismus und neu auch bei der Lenk-Simmental Tourismus AG die Lenk-Bergbahnen vertreten», so der Geschäftsführer der Lenk-Bergbahnen.

Zu Aussprache eingeladen

Hansjörg Schneider, neu gewählter Präsident von LT und LST AG sowie Lenker Gemeinderat, ist erstaunt über das Vorgehen der LB. Den Auslöser zu dieser Reaktion vermutet er in einer Aussage, die er gegenüber einem anderen Medium zum Prozess der Destinationsverdichtung gemacht hatte. Er hatte von «Sand im Getriebe» in der Zusammenarbeit mit den LB gesprochen. Dabei schreite der Prozess allgemein gut voran, hält Schneider fest. «Wir sind aktiv dran.»

Mit Touristikvertretern von Adelboden-Kandersteg habe man schon gesprochen und komme in 14 Tagen nochmals zusammen. Auch mit Gstaad Saanenland Tourismus hat man sich ausgetauscht. «Für Lösungsansätze Ost-West gibt es Ideen, die aber noch nicht spruchreif sind.

Wir haben den Lenker Bergbahnen einen Brief geschrieben, in dem wir zu einer Aussprache einladen. Wir sind bestrebt, zusammenzuarbeiten. Für eine Vertretung der LB im Verwaltungsrat liegt noch kein Vorschlag vor», sagt Schneider.

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