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Erweiterung erfordert Plananpassung

Die Lörtscher AG plant den Betrieb im Steinbruch Laubegg um 25 bis 30 Jahre zu verlängern. Die Abbauerweiterung bedingt Änderungen der Überbauungsordnung und des Zonenplanes.

Planen die nächsten 25 bis 30 Jahre: Die Geschäftsleitung mit Senior Erwin Seewer (links) und Schwiegersohn Reto Maurer der Bauunternehmung Lörtscher AG Oberwil im Steinbruch Laubegg in Zweisimmen.
Planen die nächsten 25 bis 30 Jahre: Die Geschäftsleitung mit Senior Erwin Seewer (links) und Schwiegersohn Reto Maurer der Bauunternehmung Lörtscher AG Oberwil im Steinbruch Laubegg in Zweisimmen.
Fritz Leuzinger

Im Steinbruch Laubegg in Grubenwald von Zweisimmen wird seit über 75 Jahren Fels abgebaut. Der Oberwiler Hans Lörtscher gehörte 1942 zu den Pionieren auf dem Gebiet der Steingewinnung. Er war der Grossvater und Vorgänger der heutigen Bauunternehmung Lörtscher AG von Erwin und Franz Seewer.

Geschäftsführer und Steinbruchbetreiber Erwin Seewer: «Die Fachkenntnisse zu den Felssprengungen erlernte unser Grossvater als Geniesoldat im Militär. Heute ist der Umgang mit Sprengmittel an spezielle Vorschriften und Bewilligungen geknüpft.» Im Gegensatz zu früher wird heute mittels Grossbohrlochbohrungen von 90 Millimeter abgebaut. Im Steinbruch arbeiten ein bis drei Mitarbeiter zur Weiterverarbeitung des Gesteinsmaterials.

Von regionalem Interesse

Als Hauptabbaustandort bekam die Laubegg schon bald die Rolle eines Versorgers von regionalem Interesse. Zu den Produkten gehört der Abbau von bis zu sechs Tonnen schweren Blocksteinen für den Wasserbau.

Auch werden aus dem gesprengten Gesteinsmaterial Mauersteine und Kiesmaterial für den Strassen- und Tiefbau gewonnen. Dazu gehören unter anderem spezieller Bahnschotter, Sickerkies, Wandkies und Planie bis zum feinsten Strassenkies. Nach dem Abbau erfolgt die Rekultivierung, das Auffüllen mit sauberem Aushubmaterial.

Leitung westwärts verlegen

Das vorgesehene Erweiterungsprojekt grenzt an den im 2008 bewilligten Perimeter. Der gut erschlossene Standort wird bergseitig erweitert, und dies dürfte dem Grundsatz des vollständigen Abbaus bestehender Ressourcen entsprechen. Der Wanderweg, der historische Talweg, wird während des Felsabbaus verlegt und nach dem geplanten Rückbau wieder zurückgebaut. Auch die traversierende BKW-Leitung muss westwärts verlegt werden.

Bei der Gemeinde Zweisimmen liegen für den Steinbruch Laubegg die vorgesehenen Anpassungen der Überbauungsordnung und des Zonenplanes im öffentlichen Mitwirkungsverfahren auf. Bis zum 5. Mai kann das dazugehörende, umfangreiche Dossier bei der Bauverwaltung eingesehen werden.

Mit der Zustimmung von den involvierten kantonalen Fachstellen und nach der Mitwirkung sowie der öffentlichen Auflage muss der Erweiterungszonenplan abschliessend der Gemeindeversammlung vorgelegt werden. Nach positivem Abschluss des umfangreichen Verfahrens dürfte für den Steinbruch Laub­egg der Abbau von jährlich bis zu 15 000 Kubikmeter Fels für die nächsten 25 bis 30 Jahre sichergestellt sein.

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