Erfolg dank Teamgeist und Humor

Schönried

Nach Musik und Literatur prägt nun erstmals die Kleinkunst die Kulturabende im Hotel Ermitage. Zum Auftakt sorgte Emil Steinberger mit Ehefrau Niccel für etliche Lacher.

<b>Angeregtes Gespräch</b> (v. l.): Hansueli von Allmen, ehemaliger Stadtpräsident von Thun, mit Niccel und Emil Steinberger.

Angeregtes Gespräch (v. l.): Hansueli von Allmen, ehemaliger Stadtpräsident von Thun, mit Niccel und Emil Steinberger.

(Bild: Ursina Humm)

Es gibt fast nichts, was noch nicht über Emil und Niccel Steinberger geschrieben wurde. Moderator Hansueli von Allmen, Alt-Stadtpräsident von Thun und Herrscher über das Schweizer Cabaret-Archiv, vermochte den beiden am vergangenen Dienstagabend im Schönrieder Hotel Ermitage dennoch das eine oder andere kleine Geheimnis zu entlocken. Etwa, dass das liebenswerte Paar vor seiner Rückkehr von New York in die Schweiz unbedingt noch richtig Englisch lernen wollte.

Doch die Zusage für den Kurs und das gemeinsame Zimmer erhielten Emil und Niccel nur unter der Bedingung, dass sie drei Wochen lang ausschliesslich auf Englisch kommunizieren mussten.Abwechselnd parlierten an diesem Kulturabend Emil und seine Niccel über ihr Leben und Werk, unterhielten mit weiteren Anekdoten und sorgten im übervollen Saal für eine heitere, ungezwungene Atmosphäre.

Neues Solo-Programm

Auch mit 85 Jahren ist Emil, der zuerst Postbeamter, dann in Eigenregie Grafiker wurde und eigentlich gar nicht Kabarettist werden wollte, fit wie ein Turnschuh und noch lange nicht zu bremsen. So ist der Start eines neuen Programms unter dem Titel «Alles Emil, oder!» für den April nächsten Jahres bereits fest­gelegt.

«Ich bin sehr  glücklich, dass  in mir ein Motor läuft, der dafür sorgt, dass ich neugierig bleibe.»Emil Steinberger

Rund um die Uhr mit dabei ist Ehefrau Niccel. Die studierte Germanistin ist selbstverständlich nicht nur «Frau Emil», sondern führt mit ihren Lachseminaren auch ein äusserst humorvolles Eigenleben. Doch in erster Linie ist das Ehepaar Steinberger mit seinem eigenen Verlag, den Ausstellungen seiner gemeinsam gestalteten Wochenblätter, der Organisation und Durchführung von Anlässen und Unzähligem mehr ein erfolgreiches «winning team», das unmöglich auseinanderzudenken ist.

Auch privat der Emil

Was Emil nach all den Jahren intensivsten Schaffens über sich selber sagen würde? Nach kurzem Nachdenken meinte der Künstler: «Ich bin sehr glücklich, dass in mir ein Motor läuft, der dafür sorgt, dass ich neugierig bleibe. Was ich vielleicht ein wenig vermisse, ist, dass ich gewisse Dinge in meinem Leben aus Zeitmangel nicht ausreichend ver­tiefen konnte.»

Einen Unterschied zwischen Emil und Emil gebe es eigentlich nicht. Emil ist auch privat Emil. «Natürlich nicht ganz eins zu eins, das wäre ja schlimm!», witzelte der Komiker verschmitzt. Stoff für seine Sketche liefern ihm sein Alltag und seine Erinnerung. Und Letztere hält offenbar noch so einiges in petto.

Berner Oberländer

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