«Endlich ist es so weit»

Interlaken

Die Hauptversammlung des Vereins Schweizerisches Trachten- und Alphirtenfest Unspunnen war zugleich ein Informationsaustausch über die letzten Vorbereitungen für das Fest.

An der Hauptversammlung des Vereins Schweizerisches Trachten- und Alphirtenfest Unspunnen war das anstehende Fest das bestimmende Thema (Symbolbild).

An der Hauptversammlung des Vereins Schweizerisches Trachten- und Alphirtenfest Unspunnen war das anstehende Fest das bestimmende Thema (Symbolbild).

(Bild: Markus Hubacher)

«Endlich ist es so weit», meinte Präsident Ueli Bettler am Mittwoch an der Hauptversammlung des Vereins, dessen einziger Zweck die Organisation des ­Unspunnenfestes ist.

Nach jahre­langer Vorbereitung mit viel organisatorischer Arbeit, Einstimmungsanlässen und einer emsigen «Reisediplomatie» der OK-Mitglieder bei Verbänden und Vereinen steigt das grosse «Fest der Traditionen» vom 26. August bis 3. September. Und weil es das zehnte Unspunnenfest ist, wird es diesmal noch etwas grösser als sonst.

Allein für den abschliessenden Festumzug sind bis jetzt schon 4500 Teilnehmende aus allen Kantonen gemeldet, wie Vizepräsident Walter Dietrich berichtete. 2500 Tänzerinnen und Tänzer werden für das Volkstanzfest erwartet und Dutzende Schulklassen für den Tag der Jugend.

Viel Arbeit im Hintergrund

Auch die Ressortchefs warteten mit imposanten Zahlen auf. Im Hintergrund wirken über 600 freiwillige Helfer; viele haben sich schon gemeldet, aber es werden immer noch neue gesucht. Und rund 250 Medienschaffende aus aller Welt werden zum Teil täglich über den Anlass berichten.

Freiwillige Helfer, Zivilschutz und Militär stellen insgesamt 81 Bauten auf dem Festareal auf. Ausgefeilte Konzepte gibt es nicht nur für die Werbung, sondern auch für Transport und Unterbringung, und für die Sicherheit der Festgemeinde wird mit der Feuerwehr, der Polizei und den Spitälern zusammengearbeitet, aber auch mit Versicherungen und einem Wetterdienst.

Mit Verlust gerechnet

Insgesamt wird für das Jubiläums-Unspunnenfest mit einem Umsatz von fünf Millionen Franken gerechnet, wie Ruedi Bachmann als Stellvertreter des Finanzchefs an der Hauptversammlung vorrechnete. Davon soll etwa je rund ein Drittel durch Eintritte, durch Sponsoring von 30 Partnern und durch weitere Einnahmen aus ganz unterschiedlichen Quellen – von Gemeindebeiträgen bis Getränkeverkauf – finanziert werden.

Unter dem Strich rechnen die Organisatoren diesmal ausnahmsweise mit einem Verlust von rund 169'000 Franken. Damit dürfte das Vereinsvermögen, das nach den letzten Unspunnenfesten auf eine Dreiviertelmillion angewachsen war, Ende Jahr noch 560'000 Franken betragen. Mit diesen Reserven kann der Verein dann wieder die Vorbereitungen für das nächste Fest vorfinanzieren. Für das Fest 2017 leistet er Vorschüsse von insgesamt rund 410'000 Franken.

Zum Festjahr schenkte die Trachtenschneiderin Malou Balmer dem Verein eine Unspunnentracht; sie wird von einer der Ehrendamen getragen, als Brücke zur Tradition. Die anderen 29 Ehrendamen stecken in den neuen, pflegeleichten Edelweisstrachten, die Balmer für das Fest entworfen hat, das auch für die Weiterentwicklung der Tradition offen sein will.

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