Eis und Gletscher prägen das Hotel

Grindelwald

Das Ehepaar Justine und Jan Pyott hat nach einem Jahr Umbauzeit das Hotel & Restaurant Glacier eröffnet.

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«Mit der Eröffnung unseres ­Hotels & Restaurants Glacier haben wir uns einen lang gehegten Traum erfüllt», sagte Jan Pyott (37). Der gebürtige Bieler und bekannte Profisportler im Triathlon hat sich mit Ehefrau Justine (27), die aus Paris stammt und zuvor bei Grindelwald Tourismus arbeitete, im Gletscherdorf niedergelassen.

Am Sonntag stellte das Paar sein Haus nach einem Jahr Umbauzeit den etwa 70 ge­ladenen Gästen vor. «Wir haben beide Betriebswirtschaft studiert und freuen uns sehr darauf, nun Gastgeber zu sei», so Jan Pyott. 13 neue Mitarbeiter packen mit an; Küchenchef ist der Grindelwalder Jonas Messer.

«Neue Ära fängt an»

Gemeindepräsident Christian Anderegg: «Das Glacier erscheint heute in neuem Kleid und Glanz, eine neue Ära fängt an. Jan und Justine Pyott sind jung, dynamisch und innovativ!» Das erste 4-Stern-Boutiquehotel sei ein Gewinn für Grindelwald.

In den letzten vierzig Jahren hatten Margrit und Ueli Kaufmann den Betrieb am Endweg geführt, sie sind nun im Ruhestand. «Schon 1864 hat man hier erste Gäste bewirtet, das waren Arbeiter, die das Eis abgebaut haben», wusste Bruno Hauswirth von Grindelwald Tourismus. Dazumal war das Glacier ein Umschlagplatz für das Eis, das in grossen Blöcken aus dem Unteren Gletscher geschlagen, per Pferdekutsche nach Interlaken spediert und bis nach Paris geliefert wurde. Fotos in den Hotelfluren zeugen von den alten Zeiten. Obwohl der Gletscher, früher eine nationale Attraktion, sich in den letzten Jahren stark zurückgezogen hat, ist er als Sujet in unzähligen Details im Haus präsent.

So etwa in Flurlampen in Eiszapfenform; in Duschwänden mit Eisstruktur; in mit Eismotiv gestalteten Bettrückwänden und Bettwäsche. «Gebrochenes Eis, wie mit dem Eispickel herausgeschlagen, ist Thema des Designkonzepts», so Architektin Francesca Alder (Einigen), die das Projekt im 150 Jahre alten Haus mit Rolf Balmer vom Raum­forum Thun und Bauleiter Thomas Stoller realisierte. Alder: «Wir haben weltweit gesucht nach Objekten im Eisdesign. Was nicht zu finden war, liessen wir produzieren.»

Nostalgie und Moderne

In der gemütlichen Lounge mit Kaminfeuer fasziniert der Panoramablick auf die Bergwelt. Die Gästezimmer wirken frisch und einladend; nostalgische Kleinmöbel ergänzen neuere Stücke optimal. Glanzstück ist die Honeymoon-Suite, die mit einem privaten Whirlpool und Hollywoodschaukel auf eigener Terrasse wohl viele verliebte Paare anziehen wird.

Berner Oberländer

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