Einmal mehr alle deklassiert

Frutigen

Er bleibt bei den grossen Gleitschirmrennen weiterhin ungeschlagen: Chrigel Maurer gewinnt zum dritten Mal die Überquerung der Pyrenäen mit Riesenvorsprung.

Um Punkt 11.20 Uhr unterzeichnet Chrigel Maurer beim spanisch-französischen Grenzstädtchen Port de la Selva die Tafel und macht damit seinen dritten X-Pyr-Sieg offiziell.

Um Punkt 11.20 Uhr unterzeichnet Chrigel Maurer beim spanisch-französischen Grenzstädtchen Port de la Selva die Tafel und macht damit seinen dritten X-Pyr-Sieg offiziell.

(Bild: Tobias Dimmler)

Genau einen Tag länger als vor zwei Jahren benötigte er, der Chrigel Maurer. Die Strecke war mit 567 Kilometern aber auch 100 Kilometer länger als 2016. Nach vier Tagen und 20 Minuten traf der 35-jährige Frutiger am Donnerstagvormittag im idyllischen Mittelmeergrenzstädtchen Port de la Selva ein.Zu diesem Zeitpunkt befand sich Maurers nächster Verfolger Maxime Pinot mit 75 Kilometern Rückstand unweit des letzten Wendepunktes.

Der 26-jährige Franzose erreichte das Ziel am Donnerstagabend als ungefährdeter Zweiter. Hinter ihm dürfte sich bis zum Rennschluss am Samstagabend der Tscheche Stanislav Mayer, der sich schon vor zwei Jahren in der Endphase auf den zweiten Rang vorgekämpft hatte, den dritten Platz sichern, nachdem er ab Mittwoch aus dem Mittelfeld bis in die Podestränge vorgestossen war.

36 gestartet – 10 gaben auf

Auf dem sechsten Zwischenrang kämpft sich mit dem Emmentaler Adrian Keller ein weiterer Schweizer 200 Kilometer vor dem Ziel ostwärts. Der Schafhauser dürfte das Ziel kaum vor dem Zielschluss erreichen – wie auch das übrige Hauptfeld hinter ihm nicht, das erst knapp die Hälfte der Wettkampfstrecke bewältigt hat. Von den gestarteten 36 Athleten haben deren 10 das Rennen aufgegeben.

Nur wenig zu Fuss unterwegs

Wäre Chrigel Maurer nicht am Mittwoch noch durch eine kurzfristig verhängte Sperrzone in der Peralada-Ebene gebremst worden, hätte er das Ziel zweifellos bereits am Mittwoch erreicht. Doch so musste er aus grosser Höhe landen und die restlichen 40 Kilometer zu Fuss ins Ziel marschieren.

«Da ich aber seit dem Start am Sonntag nur etwa 100 Kilometer zu Fuss gehen musste und den Rest fliegen konnte, fühle ich mich sehr gut. Auch das Knie, welches letztes Jahr am X-Alps entzündet war, funktioniert einwandfrei», freute sich Chrigel Maurer über das gelungene Rennen, während er durch seine beiden Supporter Tobias Dimmler (Bern) und Beni Hug (Heiligenschwendi) betreut worden ist.

Vor den nächsten Rennen

Jetzt ist erst mal Erholung angesagt. In drei Wochen will Maurer an der erstmals ausgetragenen Eigertour mitmachen, einem viertägigen Gleitschirmrennen in Grindelwald mit Topbesetzung. Und da wäre natürlich wieder das X-Alps, das am 16. Juni des nächsten Jahres gestartet wird.

Es liegt auf der Hand, dass der fünffache X-Alps-Sieger Chrigel Maurer am härtesten und längsten Gleitschirmrennen der Welt mit Start in Salzburg und Ziel in Monaco abermals mitmachen wird – und wie immer als haushoher Favorit.

Berner Oberländer

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