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Einmal Gold für Oberländer Säger

Die viertklassierte Beatrice Zumbrunnen und der Reutiger Marco Zimmerli als Fünfter waren bei der 27. Schweizer Hand- und Waldsägemeisterschaft die besten Oberländer Einzelsäger. Gar Gold gab es für das Oberländer Paar Tamara Roder und Monika Däpp im Doppel.

In Aktion: OK-Präsident Daniel Lengacher, angefeuert von seinem Vorgänger Ueli Lengacher (l.), Beatrice Zumbrunnen und Marco Zimmerli, den besten Oberländer Einzelsägern.
In Aktion: OK-Präsident Daniel Lengacher, angefeuert von seinem Vorgänger Ueli Lengacher (l.), Beatrice Zumbrunnen und Marco Zimmerli, den besten Oberländer Einzelsägern.
Peter Russenberger

Auf dem Festplatz untere Allmi in Aeschiried führte die Hand- und Waldsägergruppe Aeschi die 27. Schweizer Meisterschaft durch. OK-Präsident Daniel Lengacher und seine 35 Helfer hatten am Eingang zum Suldtal 85 Teilnehmer aus nah und fern zu Gast.

Die Aeschiner Hand- und Waldsäger führten den nur in den ungeraden Jahren stattfindenden Wettkampf zum neunten Mal durch. Auf dem Handsägerplatz roch es nach frischgesägtem Holz, und aus dem Festzelt entwich der Duft von Kaffee Schnaps. Festwirtin Beatrice Zumbrunnen und ihr Team setzten, weil es ungewohnt kalt war, mehr «Sagikaffe» als Bier ab.

Die 48-jährige Chemihütte-Servicefachfrau ist als Schweizer Meisterin 2007 in dieser urchigen Randsportart eine Spitzensägerin. Am Samstag zersägte sie die beiden Holzscheiben mit Durchmesser 15 cm in 31.70 Sekunden. Damit verfehlte die zweifache Mutter als Vierte einen erneuten Podestplatz lediglich um 0.44 Sekunden.

«Holzsägen macht Spass, und die Geselligkeit und die Kameradschaft in der Szene sind einmalig», lobt Zumbrunnen. Meisterin wurde die Schangnauerin Marianne Klötzli.

Bestzeit: 14.87 Sekunden

Beim Einzelwettbewerb der Männer, mit 40 Klassierten und 21 abgegebenen Kränzen die Königsdisziplin der Veranstaltung, war der Flüeler Jakob Herger der Schnellste. Der Urner sägte die beiden Fichtenscheiben in nur 14.87 Sekunden ab. Im Konzert der starken Innerschweizer, Baselbieter und Emmentaler konnte einmal mehr der Reutiger Marco Zimmerli mitmischen.

Der dreifache Säge- und Spalter-Vize-Schweizer-Meister war keine drei Sekunden langsamer als der Schweizer Meister und wurde damit guter Fünfter. Der 37-jährige Metzger gehört schon seit 2003 der Säge- und Spalterszene an. Der Gabenchef des Holzspalter-Events Wilderswil hat in seiner Waldholzerkarriere bereits 59 Kränze erobert.

Harmonische Sägetechnik

Rosette Schneider teilt die hölzige Leidenschaft ihres Lebenspartners. Sie wurde im Einzelwettbewerb gute Fünfte und im Doppelsägen mit einer Baselbieterin Vierte. Tamara Roger aus Brienz und die einheimische Monika Däpp durchsägten die 31 cm dicke Fichte in 93.27 Sekunden. Die harmonische Sägetechnik trug den beiden Oberländerinnen Zweiergold und Lorbeerkränze ein.

OK-Präsident Daniel Lengacher, der das Amt von seinem Onkel Ueli Lengacher übernommen hatte, freute sich über die grosse Spendefreudigkeit seiner Mitaeschiner. Der frühere Schwinger, welcher beim nächsten Oberländischen Schwingfest als Sekretär fungiert, liess es sich trotz OK-Stress nicht nehmen, selber zu sägen. Der dreifache Familienvater durchsägte die beiden Fichten trotz schlechter Vorbereitung in guten 27.83 Sekunden und wurde Vierundzwanzigster.

Alle Resultate: www.holzsager-aeschi.ch

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