Ein geglücktes Experiment

Reichenbach

Die Swiss Mountain Singers Spiez wagten experimentierfreudig etwas Neues. Mit den Young Stars und dem Popcellisten Andreas Kühnrich führten sie durch Songs, Grüsse aus nah und fern bis hin zu Gospels.

<b>Die Swiss Mountain Singers Spiez</b> begeisterten in der Kirche Reichenbach mit Experimentierfreude ihrer Dirigentin Romy Dübener, den Young Stars und dem Pop-Cellist Andreas Kühnrich.

Die Swiss Mountain Singers Spiez begeisterten in der Kirche Reichenbach mit Experimentierfreude ihrer Dirigentin Romy Dübener, den Young Stars und dem Pop-Cellist Andreas Kühnrich.

(Bild: Heidy Mumenthaler)

«In Concert – Sound of Music» stand auf der Einladung zu einem speziellen Konzert der Swiss Mountain Singers Spiez. «Es ist wie ein selber geschriebenes Buch mit verschiedenen Kapiteln», begrüsste Romy Dübener in der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche Reichenbach.

Die in Steffisburg wohnhafte Sängerin ist seit Herbst 2017 Dirigentin der Swiss Mountain Singers Spiez. «Sie ist offen, herzlich und experimentierfreudig», war von einer Sängerin zu erfahren.

Dass der Chor auch viel zum Üben hatte, war am Konzert weder zu übersehen noch zu überhören. Im Chorraum spielte der Popcellist Andreas Kühnrich. Im Kirchenschiff verteilt stimmten die Swiss Mountain Singers in sphärische Klänge ein.

Mit entsprechenden Geräuschen und Perkussion wurde der Wind hörbar, mit Schnippen und Klatschen das Wasser, Kinder symbolisierten mit Kerzen das Feuer, Tierlaute entstanden durch Summen, Pfeifen und Nachahmung.

Gesang aus aller Welt

Mit dem afrikanischen Kanon «Amaibu» gelang es, Klänge des Regenwaldes zu imitieren. Auf diese Art entstand das erste Kapitel des Konzertabends «Die Erde entsteht». Stimmen der Völker führten durch den Orient.

Frauenstimmen und die jungen Sängerinnen und Sänger stimmten in ein chinesisches Lied ein. Nach einem erfrischenden Abstecher nach Afrika erklang in «In Paradisum» berührende Gregorianik.

Deutliche englische Aussprache – von den Kindern auswendig gesungen – kam in amerikanischen Songs zum Ausdruck. Eine witzige Einlage bildete das Pfeiflied «Don’t Worry». Im vierten Kapitel folgten Grüsse aus nah und fern.

Wie Balsam auf der Seele wirkte das von den Young Stars gesungene deutschsprachige «Winde weh’n, Schiffe gehen» mit Untermalung von Cello und Chor. Die viersprachige Schweiz präsentierte sich in einem Quodlibet.

Die gut durchmischten, von den jugendlich frischen über klare Frauen- bis hin zu den kräftigen wohltuenden Männerstimmen kamen im abschliessenden Gospelblock noch einmal richtig zum Tragen. Zum Finale sangen Chor und Publikum gemeinsam «Halleluja».

Erst nach der Zugabe «Ukutula», wo die engagierte Dirigentin die Solostimme übernahm, wurden die Swiss Mountain Singers Spiez aus der Kirche entlassen. Es soll nicht unerwähnt bleiben: Es glückte ein bewegtes, spannendes Konzert, ohne die angenehme Länge zu überziehen.

Berner Oberländer

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