Ein Beispiel für verdichtetes Wohnen

Wimmis

Am Dienstag erfolgte der Spatenstich zur Überbauung Sägerei an der Pintelgasse in Wimmis. Laut Architekt Mario Trachsel ist das Bauvorhaben ein «gutes Beispiel für verdichtetes Wohnen».

Visualisierung der fertigen Wohnhäuser an der Pintelgasse 39 und 41 in Wimmis.

Visualisierung der fertigen Wohnhäuser an der Pintelgasse 39 und 41 in Wimmis.

(Bild: PD)

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge beobachtet Bauherr Hans Peter Lehnherr, wie auf dem Grundstück, auf dem einst die Sägerei seines Vaters stand, zwei Bäume von Spezialisten ausgegraben werden. «Diese Bäume habe ich vor zwanzig Jahren geschenkt bekommen», sagt Lehnherr und erzählt, dass sie für die erwartete Bauzeit von rund einem Jahr an einem anderen Ort weiterwachsen dürfen.

Nach der Fertigstellung der beiden Mehrfamilienhäuser sollen sie wieder nahezu an ihrem alten Standort neu eingepflanzt werden. Diese Geschichte hat für die Überbauung der Sägerei an der Pintelgasse 39 und 41 in Wimmis Symbolcharakter. Zukunftsweisend, nachhaltig und wirtschaftlich soll die neue Überbauung nämlich sein. So zumindest verspricht es der Projektbeschrieb.

Bauherr Hans Peter Lehnherr mit schwerem Gerät anlässlich des Spatenstichs. Bild: Kerem S. Maurer

Anstossen gegen böse Geister

Ein Spatenstich sei immer ein emotionaler Moment, sagt Hans Peter Lehnherr in seiner kurzen Ansprache vor dem eigentlichen Akt, weil man nach jahrelanger Planung endlich an die Öffentlichkeit treten könne. Danach erhebe man gemeinsam die Gläser und hoffe, mit dem Klingen beim Anstossen die letzten bösen Energien zu vertreiben, sofern diese überhaupt vorhanden seien.

Lehnherr schloss mit der Hoffnung auf eine spannende und unfallfreie Bauzeit, die er auf etwa ein Jahr beziffert. Anschliessend erläutert Architekt Mario Trachsel, Lehnherr Architektur AG, die geplante Überbauung und warf nicht nur einen Blick auf die Geschichte des Grundstücks, sondern auch einen in die Zukunft. «Etwas Neues muss ins Ortsbild passen und nachhaltig sein», ist Trachsel überzeugt, und das beginne schon beim Einsatz von ökologisch sinnvollen Materialien.

Es werde für den Bau vorwiegend Holz verwendet. Dieser nachwachsende Rohstoff werde im Sinn von Fernwärme auch für Warmwasser und Heizung in den neuen Wohnungen genutzt. In Sachen Mietwohnungen sei in der jüngsten Vergangenheit viel passiert in Wimmis, erklärt Hans Peter Lehnherr, der den Mietwohnungsmarkt in Wimmis als «gesättigt» bezeichnet.

Folglich baue man hier Eigentumswohnungen. Zwölf an der Zahl sollen entstehen, von 2,5 bis 4,5 Zimmer «mit sorgfältig geplanter und grosszügig bepflanzter Umgebung». Ideal Für Rentner, Paare und Familien. Laut Immobilien Wyss aus Thun, die sich um die Vermarktung der Liegenschaften kümmert, bewegen sich die Preise zwischen rund 400'000 und 600'000 Franken. Einstellhallenplätze und Abstellräume können zusätzlich erworben werden. Mit dem Bau wird soeben begonnen, bezugsbereit sollen die neuen Wohnungen im Winter 2019 (Haus Nr. 41) beziehungsweise im Frühjahr 2020 (Haus Nr. 39) sein.

Berner Zeitung

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