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Ein Abschluss mit wenig Widerworten

Die Gemeindeversammlung am Freitag war ein Abschied. Ein Abschied vom Gemeindepräsidenten und von vier Gemeinderäten. Die Geschäfte sorgten nicht für Gesprächsstoff. Mit Ausnahme des Budgets.

Führten durch die letzte Gemeindeversammlung vor dem grossen Umbruch (v.l.): Gemeindepräsident Christian Anderegg, Gemeindeschreiber Thomas Dräyer, Vizepräsident Peter Bohren und die Gemeinderäte Peter Baumann, Peter Kandlbauer, Thomas Ruoff, Christian Egger und Urs Zumbrunn.
Führten durch die letzte Gemeindeversammlung vor dem grossen Umbruch (v.l.): Gemeindepräsident Christian Anderegg, Gemeindeschreiber Thomas Dräyer, Vizepräsident Peter Bohren und die Gemeinderäte Peter Baumann, Peter Kandlbauer, Thomas Ruoff, Christian Egger und Urs Zumbrunn.
Samuel Günter

Es war eine ruhige Gemeindeversammlung. Und es war die letzte vor einem grösseren Umbruch: Fünf der acht Männer, die auf dem Podium sassen, werden nächstes Mal nicht mehr dort sein. Die Gemeinderäte Peter Bohren, Peter Kandlbauer, Christian Egger und Urs Zumbrunn erreichten die Amtszeitbeschränkung, und Gemeindepräsident Christian Anderegg wurde abgewählt.

In seinem letzten Votum dankte Anderegg seinen Gemeinderatskollegen, den Kommissionen und der Verwaltung und gratulierte dem neu gewählten Gemeindepräsidenten Beat Bucher. Insgesamt habe er zwölf Jahre im Gemeinderat gewirkt. «Elf davon waren gute Jahre», hält er fest. Die Ausnahme sei das letzte Jahr gewesen. «Das ich nicht noch einmal durchmachen möchte.» Doch nun freue er sich, dass er mehr Zeit für seine Familie habe. Vizepräsident Peter Bohren dankte Anderegg. «Chrigel stand 30 Jahre im Einsatz für Grindelwald und hat dabei viel bewirkt.»

Auch die 164 Versammlungsteilnehmer waren in vorweihnächtlicher Stimmung und verzichteten weitgehend auf Voten und Anträge. Mit einer Ausnahme.

Antrag beim Budget

Anderegg stellte das Budget 2020 vor. Dieses sieht bei einem Ertrag von über 29,6 Millionen Franken einen Aufwandüberschuss von rund 436'000 Franken vor. Der Verlust resultiert in den Spezialfinanzierungen. Und auch der Finanzplan bis 2024 sieht stets rote Zahlen vor. Anderegg hielt aber fest, dass der Finanzplan ein «Wunschkatalog» sei und nicht alles realisiert werden könne. «Es wird die Herausforderung des neuen Gemeinderats sein, entsprechend zu priorisieren.»

Diese Erklärung genügte einem Versammlungsteilnehmer nicht. «Ich mache mir Sorgen um die Finanzen Grindelwalds», meinte er. «Heute beträgt die Pro-Kopf-Verschuldung 4000 Franken, in fünf Jahren sollen es 9000 sein. Mehr als doppelt so viel.»

Er verlangte, es müsse ein Zeichen gesetzt werden, und beantragte, die Erneuerung des Pfingsteggparkplatzes und die Sanierung der Grosse-Scheidegg-Strasse aus dem Investitionsprogramm zu nehmen und zu verschieben. So könne man rund eine Million einsparen. Die Versammlung stimmte dem Antrag mit 92 zu 15 zu. Das Budget wurde dann mit zwei Gegenstimmen gutgeheissen.

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