Drei Tonnen Müll entsorgt

In einer ein­wöchigen Räumungsaktion wurde die Umgebung der SAC-Konkordiahütte vom Unrat gesäubert. Der Grossteil des Mülls lag seit Jahrzehnten unter Steinen und Felsen.

Stehen auf einem Berg von Müll: Helfer und Hüttencrew neben der Konkordiahütte. Im Hintergrund Teile des Grüneggfirns.

Stehen auf einem Berg von Müll: Helfer und Hüttencrew neben der Konkordiahütte. Im Hintergrund Teile des Grüneggfirns.

(Bild: PD)

Bruno Petroni

Ein Dutzend Jugendliche sowie Mitglieder der SAC-Sektion Grindelwald räumten in den letzten Tagen rund um die Konkordiahütte (2850 m) hoch über dem Aletschgletscher rund drei Tonnen Müll zusammen. «Es handelte sich vor allem um alte Abfalldepots, die vermutlich zu Zeiten entstanden sind, als es noch keine Hüttenversorgung per Helikopter gab und alles hier ­hinaufgetragen werden musste», sagt Konkordiahüttenwart Christoph Sager.

Anhand der Produkteverpackungen, die zum Vorschein gekommen seien, könne man auf eine Jahrzehnte zurückliegende Entsorgung vor Ort zurückschliessen. Unter den Fundstücken befanden sich unzählige, meist verrostete Büchsen und Fässer, «aber auch wunderschöne alte Glasflaschen, Scherben, Tuben, allerhand Plastik, Kleider, Brillen, Legosteine, Puppenköpfe und sogar ein alter SAC-Mitgliederausweis», so Sager.

Zwei Helikopter der Schweizer Luftwaffe flogen die drei Tonnen Kehricht Ende Woche ins Tal hinunter. Und als Entschädigung für den «Chrampf» gabs für die fleissigen Helfer ein Gletschertrekking und ein Klettern an den Felsrouten unmittelbar über der Hütte.

Berner Oberländer

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