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Drei «grosses pièces» für Interlaken Tourismus

Interlaken Tourismus musste in seinem Kerngebiet einen leichten Rückgang an Logiernächten hinnehmen. Die Destination als Ganzes legte aber zu.

Rückblick auf die andere Art: Der indische Bollywood-Star Ranveer Singh besuchte das Berner Oberland und schildert im Video seine Eindrücke.

«In der Kulinarik spricht man von einer ‹grosse pièce›, wenn ein grosses Stück Fleisch, meist ein ganzes Tier am Stück, zubereitet wird», sagte Präsident Erich Reuteler zum Auftakt der Mitgliederversammlung von Interlaken Tourismus (TOI). Und im Moment sei der Verein gleich mit dreien solcher «grosse pièces» beschäftigt.

«Es gibt Anzeichen dafür, dass die Krise überwunden ist und es mit den europäischen Gästen wieder aufwärts geht.»

Daniel Sulzer, Direktor Interlaken Tourismus

Da wären der Umzug der Organisation ins umgebaute Postgebäude,das anstehende Unspunnenfest und der Direktorenwechsel. Letzteres sei kein alltägliches Vorkommnis bei der TOI, erklärte Reuteler. «Daniel Sulzer ist in der langjährigen TOI-Geschichte erst der achte Direktor.»

Dieser sprach in seinem Jahresbericht vom drittbesten Ergebnis der Vereinsgeschichte: In Interlaken, Matten und Unterseen wurden 887'008 Hotellogiernächte verzeichnet. Rund 2,4 Prozent weniger als im Vorjahr. «Aufgrund der diversen Terrorgeschehnisse haben wir nicht mit einem Rekordergebnis gerechnet.»

Interlaken Tourismus in Zahlen

Quelle: Interlaken Tourismus

Erneut machten Schweizer den Hauptteil – 18,1 Prozent – der Logiernächte aus. An zweiter Stelle liegen neu die Golfstaaten, welche China überholten. Erfreut zeigte sich Sulzer ob des Abschneidens der verschiedenen europäischen Märkte.

Zwar büsste Deutschland erneut ein, aber andere Märkte wie Grossbritannien, Holland, Spanien oder Italien legten zu. «Es gibt Anzeichen dafür, dass die Krise überwunden ist und es mit den europäischen Gästen wieder aufwärtsgeht.»

Thun-Thunersee im Plus

Während der Kern von TOI, das Bödeli, leicht weniger Logiernächte verzeichnete, legte die Destination als Gesamte zu: Insgesamt wurden fast 2,4 Millionen Logiernächte generiert. Starken Einfluss hatte hier Thun-Thunersee Tourismus, das ein Plus von 1,54 Prozent auf 455'304 Übernachtungen hinlegte.

Sulzer berichtete, dass das Jahr 2017 gut angelaufen sei. Vor allem der Januar sei stark gewesen. Bei der Hotellerie, aber auch den Hostels liege man über den Vorjahreswerten.

Direktor Daniel Sulzer berichtete vom drittbestem Jahr in der Geschichte von Interlaken Tourismus. Bild: Samuel Günter
Direktor Daniel Sulzer berichtete vom drittbestem Jahr in der Geschichte von Interlaken Tourismus. Bild: Samuel Günter

«Und wenn ich daran denke, dass heuer noch das Unspunnenfest ansteht, könnten 2,5 Millionen Logiernächte durchaus möglich sein», spekulierte Sulzer, relativierte aber sogleich: «Es wäre übermütig, diese Zahl nun als Ziel zu setzen.» Zu stark sei der Markt von unbeeinflussbaren äusseren Faktoren abhängig.

Die Rechnung von TOI schliesst bei einem Betriebsertrag von 8,76 Millionen Franken mit einem Plus von rund 12'000 Franken ausgeglichen ab.

Umzug auf gutem Weg

Ein Wermutstropfen in der Rechnung sind der kommerzielle Ertrag und jener vom Auskunftsschalter. Beide liegen deutlich unter Budget, wie Vorstandsmitglied Jürg Boss erklärte. Dies liege daran, dass zunehmend online gebucht werde, aber auch an den Rahmenbedingungen in der jetzigen Tourist-Information.

Was internationale Medien im 2016 über Interlaken berichteten

Video: zvg/Interlaken Tourismus

Bei Letzterem solle bald Abhilfe geschaffen werden, wenn TOI ihr neues Zuhause am Postplatz beziehe. Schon am 29. Mai soll die Tourist-Information im Post­gebäude eröffnet werden. Der Umzug der Administration erfolge dann nach dem Unspunnenfest. «Die grosse Eröffnung ist für den 11. November geplant», sagte Sulzer.

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