Lenk

Dorf ist nach dem Austritt gespalten

Lenk Nach dem deutlichen Nein zur TALK lud der Vorstand von Lenk Tourismus zu einem Austausch mit der Basis. Noch sind die Fronten verhärtet: Die Befürworter lecken ihre Wunden, die Gegner verteidigen das Ergebnis.

Die Stimmung nach dem Nein zur TALK ist angespannt, die Lenk ist tief gespalten.

Die Stimmung nach dem Nein zur TALK ist angespannt, die Lenk ist tief gespalten. Bild: Bruno Petroni

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Der erste Lenk-Tourismus-Apéro in der Lounge des Restaurants Hirschen an der Lenk wurde von gut 20 Personen besucht. Albi Kruker, Direktor von Lenk Simmental Tourismus (LST), sowie die beiden Vorstandsvertreter von Lenk Tourismus und designierte Verwaltungsräte von LST Andreas Mösle und Heinrich Summermatter stellten sich den Fragen jener, die sich für die Zukunft des Tourismus an der Lenk und im Simmental interessieren.

Die Stimmung nach dem Nein zur TALK ist angespannt, die Lenk ist tief gespalten. Die Befürworter kritisieren insbesondere, dass sich der Widerstand gegen die TALK viel zu spät formiert habe, die Gegner bestreiten das. Der nächste dieser Lenk-Tourismus-Apéros findet am Dienstag, 16. Mai, im Hirschen an der Lenk statt.

Jetzt auch Fit 2020 in Gefahr?

Aufgrund des Nein zur TALK haben sich nun auch Führungskräfte, die sich ehedem für die TALK ausgesprochen hatten, aus ihren Fit-2020-Projekten zurückgezogen. Die Frage, ob jetzt auch Fit 2020 am Ende sei und allfällige NRP-Fördergelder (Neue Regionalpolitik) von Bund und Kanton, die bereits gesprochen wurden, verloren wären, verneinte Albi Kruker.

Er erklärte, dass die mit NRP-Fördergeldern geförderten Fit-2020-Projekte «wie geplant und vorgestellt» weitergeführt würden. Er betonte, dass die verbleibenden «nicht mehr ganz 17 Fit-2020-Projekte für die Lenk von entscheidender Bedeutung sind!». Darin liege ein grosser und wichtiger Teil der Lenker Tourismus-Zukunft, und daran werde festgehalten.

«Wir lieben die Lenk»

Da der fünfte Sitz im Vorstand von LST, der Lenk Tourismus (LT) zusteht, (noch) nicht von den Lenker Bergbahnen (LBB) besetzt ist und ein Gespräch zwischen LT und LBB zurzeit zumindest als eher schwierig einzustufen ist, wurde vor allem eines klar: Man muss erst seinen «Kropf leeren und einander den Kopf waschen», wie es hiess. Man müsse jetzt vordringlich eine gemeinsame Basis finden. Erst dann könne es an der Lenk konstruktiv weitergehen. Nun müssen sich, je schneller, desto besser, die TALK-Befürworter und -Gegner wieder zusammenraufen.

Eine der anwesenden Frauen brachte es am Dienstagabend im Hirschen auf den Punkt: «Jetzt reichts!», beendete sie die emotionsgeladene Auseinandersetzung. Man müsse jetzt zusammen vorwärtsschauen. Die TALK sei vom Tisch und Vergangenheit. Vergangenes solle man ruhen lassen und von jetzt an eine gute gemeinsame Lösung finden, denn schliesslich «lieben wir alle die Lenk!». (Berner Zeitung)

Erstellt: 04.05.2017, 11:54 Uhr

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