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Die Tierschützer feierten

Der Tierschutzverein Niedersimmental steht in seinem 50. Vereinsjahr.

Sie setzen sich ein (v.l.): Verena Stauffer, Wildvogel- und Igelpflegestation in Oberwil, Heinz Lienhard, Präsident Schweizer Tierschutz, und Ursula Bürki, Präsidentin Tierschutzverein Niedersimmental. Foto: agg
Sie setzen sich ein (v.l.): Verena Stauffer, Wildvogel- und Igelpflegestation in Oberwil, Heinz Lienhard, Präsident Schweizer Tierschutz, und Ursula Bürki, Präsidentin Tierschutzverein Niedersimmental. Foto: agg

Mit ihrer Präsenz an der Generalversammlung des Tierschutzvereins Niedersimmental würdigten Heinz Lienhard, Präsident Schweizer Tierschutz, Rolf Frischknecht, Präsident Dachverband Berner Tierschutzorganisationen, und Kantonstierarzt Reto Wyss die 50-jährige Arbeit der Tierschützer im Niedersimmental.

Gegründet wurde der Verein vor 50 Jahren von Pfarrer Markus Huber, und am Anfang, so berichtete Präsidentin Ursula Bürki, stand man dem jungen Verein skeptisch gegenüber. Seine Arbeit hat sich geändert: baute man einst Biotope für Frösche, so stehen jetzt die Katzenauffangstation, die Katzenkastration und die Vögel mit der Anlage von Nistplätzen und der einmaligen Wildpflegestation von Verena Stauffer in Oberwil im Zentrum. 112 Kätzinnen und 103 Kater wurden 2018 kastriert. Der Verein gibt einen Beitrag an die Kastration und hält die Besitzer an, Mitglied des Vereins zu werden.

Im Vereinsheft werden Geschichten von Findelkatzen erzählt. Aktuell hat der Verein 889 Mitglieder; die Rechnung schloss 2018 leicht negativ ab, aber der Verein hat ein Vermögen von 288 000 Franken; darunter ein Legat von 120 000 Franken, das für Hunde gedacht ist.

In der Vogelstation wurden 204 Vögel aller Art betreut, für die Nistplätze war Vizepräsident Andreas Küttel zuständig. Die Vogelbetreuerin Verena Stauffer berichtete, dass die Vögel, die zu ihr gebracht werden, jeweils sehr mager sind. Ihnen fehle die Nahrung, was auf das festgestellte Insektensterben zurückzuführen sei, das auch Ursula Bürki als besorgniserregend erwähnte.

Mit einer Prise Humor

Zwischen den einzelnen Berichten an der Versammlung im Ausbildungszentrum für die Schweizer Fleischwirtschaft tauchte jeweils Urs Frei aus Interlaken – er hat zwei Findelkatzen adoptiert – in einem entsprechenden Kostüm auf, zum Beispiel als Hahn. Er erinnerte damit an die fünf jungen Hähne, die auf Vereinsgebiet im Wald ausgesetzt worden sind und dank des Vereins einen geeigneten Platz gefunden haben.

Präsent ist der Verein jeweils am Chlousemärit in Spiez, es wird dafür gebacken und gebastelt. Rolf Frischknecht vom Dachverband bedauerte, dass dieser kein Beschwerderecht mehr hat, ist aber überzeugt, dass im Kanton Bern der Veterinärdienst zum Schutz der Tiere gut aufgestellt ist. Der Verband biete den Sektionen weiter juristische Hilfe an, und möchte auch weiterhin aktiv sein, nicht nur für die 1,6 Millionen Katzen und rund 500 000 Hunde, sondern mit politischer Arbeit auch für Nutztiere.

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