Die Stockhornbahn behauptet sich

Erlenbach

Die Gäste wollen heute verwöhnt werden. Die Stockhornbahn hat das erkannt und mit Erfolg umgesetzt mit einem breiten Freizeitangebot und gepflegter Gastronomie. Die Aufstockung des Aktienkapitals für die Bahnerneuerung ist geglückt.

Die Gondelbahn auf dem Weg zum Gipfel: Bei der Stockhornbahn gehts aufwärts.

Die Gondelbahn auf dem Weg zum Gipfel: Bei der Stockhornbahn gehts aufwärts.

(Bild: Fritz Lehmann)

Angesichts der nationalen und der internationalen Konkurrenz reicht es für eine Bergbahn nicht mehr, Fahrgäste vom Tal auf einen Hoger zu transportieren. Die Betreiber der Stockhornbahn haben das erkannt, wie Geschäftsführer Alfred C. Schwarz am Mittwoch an der Generalversammlung im Schulhaus Erlenbach aufzeigen konnte.

Was der Gast sucht – neben einer Technik auf dem neuesten Stand und einer gepflegten Gastronomie – sind Erlebnisse und Freizeitmöglichkeiten aller Art für Alt und Jung. Dabei heisst es auch, ähnliche Angebote von Mitbewerbern zu überbieten. Die Frequenzen des letzten Jahres zeigen, dass man auf dem richtigen Weg ist.

Für jeden Besucher etwas

Die Glanzlichter der vergangenen Saison waren etwa das Mondscheindinner, der Alpkulinarik-Trail, der Fyrabeznacht und der Stockhorn-Halbmarathon. An den Themenabenden lauschten die Besucher Musikvorträgen und Literaturlesungen, und die Landfrauenküche konnte hundert Gäste mit einheimischen Spezialitäten verwöhnen. Nostalgiker können sich am Igludorf und am neuen Seehüttli am Hinterstockensee erfreuen. Letzteres wird wie geplant dieses Jahr zusammen mit dem Rundwanderweg gebaut und mit Grillstellen und sanitären Anlagen ­ergänzt.

Erfreuliche Frequenzen

Die umfangreiche Palette an Angeboten und Attraktionen schlug sich auch in den Besucherzahlen nieder. Damit steige auch der Ertrag pro Besucher, das heisse, der Gast gebe mehr Geld aus, wie ­Alfred C. Schwarz erklärte. Das Angebot an besonderen Anlässen habe mit über 3500 Gästen das beste Ergebnis seit Anbeginn erzielt. In den Rekordmonaten Juli und August fuhren je über 14'000 Besucher mit der Bahn. Gesamthaft wurde die Bahn von fast 80'000 Fahrgästen benutzt – Tendenz steigend.

Kapitalerhöhung geglückt

Da demnächst die technische ­Infrastruktur wie Tragseile und Kabinen zu ersetzen sein wird, hat die Bahn rechtzeitig das ­Aktienkapital um 300'000 Franken aufgestockt – das Publikum bringt der Leitung offensichtlich viel Vertrauen entgegen. Daneben wurden im Jahr 2015 ­Investitionen im Betrag von rund 730'000 Franken getätigt: Neue Werkleitungen wurden ­gebaut, die Informatik in der Gastronomie wurde ausgebaut, und Leser für den Swiss Pass wurden beschafft. Der gesamte Betrieb erreichte einen Umsatz von vier Millionen. Der Cashflow beträgt 623'000 und der Jahres­gewinn etwa 3000 Franken.

Berner Oberländer

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