Die Schweiz bleibt eine Friedensinsel

Adelboden

Auch dieses Jahr durften Schweizer Auslandskinder ihre Heimat besuchen. Darunter Audray und Ryan Stucki aus Teheran. Ziel ist es, dass ihnen die Schweiz – auch in Adelboden – nähergebracht wird.

Freuden des Lagerlebens für die Auslandschweizer während der letzten Woche in Adelboden.

Freuden des Lagerlebens für die Auslandschweizer während der letzten Woche in Adelboden.

(Bild: zvg)

Gestern Freitag endeten zwei Wochen unbeschwertes Leben im Ferienlager Trachsel in der Bäuert Boden. Gäste waren eine muntere Schar von Schweizer Auslandkindern, welche die Zeit gemeinsam mit einem vielfältigen Programm in Adelboden erlebten. Darunter befanden sich auch Audrey (11) und Ryan (10) Stucki, welche momentan in der Schweizer Botschaft in Teheran leben und dort die Botschaftsschule besuchen.

Hundertjährige Tradition

Die Ferienlager der Stiftung für junge Auslandschweizer haben Tradition. Bereits im Jahr 1917 begannen die Stiftungsaktivitäten der damaligen «Schweizer Hilfe», die Kinder aus Krisengebieten in die Heimat holten. In den 1960er-Jahren wurden erste Ferienkolonien organisiert. Dazu gehört auch Adelboden.

Vom 29. Juni bis zum 23. August fanden und finden für 360 Kinder an sieben Lagerorten in fünf Kantonen (Bern, Waadt, Graubünden, Luzern und Appenzell Innerrhoden) die diesjährigen Aktivitäten statt, inklusive eines Musiklagers in Prêles im Berner Jura.

Vielseitiges Programm

Die Mutter von Audrey und Ryan Stucki ist in Lauterbrunnen heimatberechtigt. Seit vielen Jahren stehen die Eltern im diplomatischen Dienst, zurzeit in der Schweizer Botschaft in Teheran. Die Kinder, welche fliessend Englisch sprechen, sind weltgewandt. «Wir waren früher in Indien, und im Oktober wird entschieden, ob wir nach Südamerika oder Australien weiterziehen», erzählt Audrey mit grosser Selbstverständlichkeit. Es sei das erste Mal, dass sie an einem solchen Lager teilnehmen, seien sie doch jedes Jahr zwei Monate in der Schweiz.

«Durch Spendeneingänge kommen wir ärmeren Familien finanziell entgegen.»Roger von der Crone, Lagerleiter

«Die Region um Adelboden gefällt uns sehr, und wir haben viele Erlebnisse sammeln können.» Darin enthalten waren eine Wanderung aufs Stockhorn, ein Ausflug nach Bern, Besuche des Gruebi-Bades und eines Bauernhofes, dann auch ein Campingerlebnis mit Lagerfeuer. Und einer der Lagerleiter, Roger von der Crone aus Luzern, weist darauf hin, dass am Donnerstagabend, am Ende der zwei Wochen, eine Disco stattfinden werde.

Lagerleiter Roger von der Crone spricht auf den Kostenpunkt an: «Pro Person müssen bis zu 900 Franken bezahlt werden, doch durch Spendeneingänge kommen wir ärmeren Familien finanziell entgegen.»

Audrey und Ryan Stucki kennen diese Probleme nicht. Für sie bleibe es aber ein unvergessliches Erlebnis, und sie hätten Unterschiede zum Iran gefunden. «Neben der ganz anderen Kultur und dem Klima ist für uns der in der Schweiz herrschende Frieden die grösste Differenz.»

Infos unter www.sjas.ch.

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