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Die Post eröffnet ihre Vorzeigefiliale

Neue Postempfangsbar mit Soundglocke, Selfservicezone und Kinderecke: Die neu eröffnete Post­filiale in Interlaken fokussiert auf Kundennähe und soll als Prototyp für die Umstrukturierung des Schweizer Poststellennetzes dienen.

Eröffnung der  Post Interlaken: (v.l.) Susanne  Ruoff, CEO Schweizerische Post, Andreas Neugebauer, Leiter Post Region Thunersee,  Andreas  Schönenberger, CEO SALT und Patrick Schweizer, Leiter Poststellengebiet Interlaken.
Eröffnung der Post Interlaken: (v.l.) Susanne Ruoff, CEO Schweizerische Post, Andreas Neugebauer, Leiter Post Region Thunersee, Andreas Schönenberger, CEO SALT und Patrick Schweizer, Leiter Poststellengebiet Interlaken.
Monika Hartig
Die neue Poststelle? wird vom Postplatz her betreten.
Die neue Poststelle? wird vom Postplatz her betreten.
Monika Hartig
Die neuen Schalter.?
Die neuen Schalter.?
Monika Hartig
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«Das Kundenverhalten ändert sich: Viel mehr Online, immer mehr Pakete. Wir müssen versuchen, den Spagat zwischen physischen und digitalen Kontakten zu schaffen» sagte Susanne Ruoff, CEO Schweizerische Post, am Dienstag. «Ein absoluter Freudentag», so Ruoff, sei die Eröffnung der neuen Postfiliale Interlaken am Postplatz.

Diese soll als Prototyp für die laufende Umstrukturierung des gesamten Schweizer Poststellennetzes dienen. «Wir bieten hier unseren Mitarbeitern eine Plattform und die Infrastruktur, den veränderten Kundenbedürfnissen gerecht zu werden in der Zukunft», so Andreas Neugebauer, Leiter Post der Region Thunersee.

Neues gelbes Universum

In der neu konzipierten Filiale Interlaken teste man erstmals ein völlig neues gelbes Universum, heisst es im Flyer. «Wenn man eintritt, sieht man das Herzstück der Filiale, die Postbar», sagte Thomas Baur, Leiter Postnetz und Konzerleitungsmitglied Schweiz.

«Unsere Mitarbeiter wollen näher bei den Kunden sein, auf sie zugehen, ihnen neu auch digitale Produkte erklären», so Baur weiter. Andere Neuerungen: Public WLAN, der My-Post-24-Automat für die Aufgabe und Abholung von Paketen oder die ­Paketdropbox für Retouren.

Der Kundenschalter an der Gebäudeaussenseite bei den Postfächern nimmt versandfertige Briefe und Pakete von Geschäfts- und neu auch von Privatkunden entgegen. Die Filiale wurde behinderten­gerecht mit Sitzmöglichkeiten eingerichtet, es gibt auch eine Kinderecke.

An den Schaltern werden wie eh und je die Bargeldgeschäfte abgewickelt, es hat auch einen Postomaten. Wandseitig lassen sich die Bereiche, wie etwa Screens und Monitore oder eine Philatelie-Ecke, an einer Schiene verschieben. Baur: «Briefmarken sind ein emotionales Produkt, ­darin steckt immer ein Stück Schweizer Geschichte, wie etwa aktuell bei der Unspunnen-Briefmarke.»

Ein Glanzstück

«Die Bauzeit von vier Monaten war extrem knapp, um statt der klassischen, funktionalen Filialvariante das neue Konzept zu ­realisieren. Entstanden ist ein Glanzstück im Kontext der Zeit, das den Menschen in den Vordergrund stellt und auch die digitale Komponente integriert», so Architekt Andreas Küssner aus Oberentfelden AG.

Die Filiale wurde mit Holz in brauner Farbe und einem warmen Fussboden gestaltet. «Holz ist heimelig und zukunftsweisend», so Küssner. Eine Soundglocke über dem Kommunikationszentrum Postbar schützt die Privatsphäre der Kunden. Konzernchefin Ruoff: «Mir gefällt besonders der Mix von Selbstservice und persönlicher Bedienung.» Man wolle nun Erfahrungen sammeln, was die Kundschaft rückmelde, und diesen Herbst eine erste Erfolgsbilanz ziehen, so Thomas Baur.

Die Post plane, in den nächsten Jahren mehrere Millionen Franken in eigene Betriebe zu investieren. «Ich bin begeistert», so Interlakens Gemeindepräsident Urs Graf. Und ergänzte: «Inter­laken ist ein Mix von Stadt und Land mit grosser Internationa­lität. Unsere Post ist unsere Visitenkarte und ein Tor zu Welt.» Er hoffe, so Graf, dass das Interlakner Postmodell als Prototyp in die Geschichte eingehen werde.

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