Die Menuhin-Erfolgsspirale

Schönried

Es war ein gutes Jahr für das Gstaad Menuhin Festival.

<b>Erfreuliche Saison:</b> 2017 war ein gutes Jahr für das Menuhin Festival.

Erfreuliche Saison: 2017 war ein gutes Jahr für das Menuhin Festival.

Die Aktionäre der Gstaad Menuhin Festival und Academy AG tagten am Montag im Hotel Ermitage in Schönried und vernahmen dabei nur Erfreuliches. Präsident Aldo Kropf hält in seinem Jahresbericht Rückschau auf grosse Momente, ohne dabei zu verhehlen, dass gewisse Risiken auch Einbussen brachten.

So wirkte beispielsweise klanglich und atmosphärisch das Rezital der Violinistin Anne-Sophie Mutter mit ihrem Klavierpartner Laubert Orkis im grossen Festivalzelt nicht so optimal, und der Publikumsaufmarsch beim russischen Starpianisten Evgeny Kissing fiel ebenfalls unter den Erwartungen aus. Das zweite Klavierkonzert von Béla Bartók war wohl allzu sehr eine virtuose technische Demonstration mit wenig musikalischem Anreiz für Publikums­ohren.

Die gesamte Saison fiel allerdings äusserst erfreulich aus, was sich touristisch auch auf das Saanenland auswirkte. Auch Nebenbetriebe wie die Academy oder die Konzerte des Gstaad Festival Orchestra zu Hause und auf Tournee wirkten sich erfolgreich aus.

Neues bewährte sich

Die neue Video-Streaming-Plattform (2- bis 3-Minuten-Clips und Livestreams) hat sich laut dem Intendanten Christoph Müller bestens bewährt. In nur wenigen Monaten seit Juni 2017 wurden 1000 neue Registrationen generiert. Ebenfalls als grossen Erfolg gewertet wird das Kinderprojekt «Discovery», das Junge im Alter von 7 bis 20 Jahren anspricht. Die verschiedenen Veranstaltungen wurden von rund 280 Kindern und Jugendlichen besucht.

Wie Franziska von Arb in den Erläuterungen der Jahresrechnung feststellt, sind es denn vor allem diese Pilotprojekte, die mit anfänglichen Aufwendungen die Rechnung strapazieren. Doch sei dies für die zwei grossen Herausforderungen so geplant gewesen, führt von Arb aus. Daneben lastet noch ein grosser, ausserordent­licher Aufwand, nämlich Nachzahlungen von Mehrwert- und Quellensteuern, auf der ausgeglichenen Rechnung, die mit einem Jahresgewinn von 7112.20 Franken und einem Vortrag auf die neue Rechnung von 51 095.85 Franken abschliesst.

Die Geschäftsstelle zieht um

Für Franz Rosskogler, der in der Funktion als Präsident der Festivalfreunde im Verwaltungsrat war, nimmt neu seine Nachfolgerin Caroline Schwenter Einsitz. Neuigkeiten gibt es auch vom Büro: Es zieht um. Ab dem 14. Mai wird die Geschäftsstelle am Dorfplatz Saanen neben der Molkerei zu finden sein.

Berner Oberländer

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