Die magischen Eisflächen sind offen

Interlaken

Nasskalter Start für die Kunsteisbahn «Top of ­Europe Ice Magic» und den Weihnachtsmarkt. Magisch war vor allem die Eisshow «Magic 4 You», während der es leise schneite.

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Strickmützen, von denen es übrigens auf dem Weihnachtsmarkt überraschend viele zu kaufen gab, dominierten das Bild rund ums grosse unbedachte Eisfeld, als um 17 Uhr die Eröffnungsshow ­begann. Eismeister Beni Krebs transportierte Geschäftsführerin Iris Huggler, Chance-Winter-Präsident Jürg Boss und TOI-Chef Daniel Sulzer per Eismaschine aufs Feld, wo sie ein munteres Gespräch führten.

Iris Huggler hatte die beiden Herren soeben im Eisstockschiessen vernichtend geschlagen, diese hatten sich ein spannendes Gokartrennen geliefert, und beim Softeishockey mussten die Männer auf Iris verzichten. Was alles ein bisschen geschummelt war, denn eigentlich hatten die drei im stimmungsvollen Holzhaus bei Fondue die VIP-Gäste begrüsst.

Wichtiges Sponsoring

Iris Huggler präsentierte Zahlen: «Ice Magic» hatte in den ersten drei Saisons 350'000 Besucher, von denen 212'000 aufs Eis gingen, 330'000-mal wurde ein Foto geknipst, und 288 Kilo süsse Gummifrösche wurden ­gegessen. Zudem gabs anschliessend den Innovationspreis der Volkswirtschaft Berner Oberland. Das Preisgeld steht, in eine massive Holzbank umgesetzt, vor dem wetterdichten Piazza- und Eisfeld-Zelt. In unmittelbarer Nähe der allradgetriebenen Lifestyle-Eisprinzessin «Vitara» – ein gut sichtbares Zeichen dafür, dass Sponsoring ein wichtiger Teil im 1,7-Millionen-Franken Budget von «Ice Magic» ist.

Elektrisch in die Kurven

Eine weitere magische Zahl: 22,64 Sekunden. So lange brauchte der 12-jährige Gokart­rennfahrer Pirmin Zimmerli, um eine Runde auf der 100 Meter langen Eisbahn zu fahren, die er einweihte. Zuerst hat er sich ein bisschen gewundert und festgestellt, dass er auf Schlittschuhen eventuell schneller gewesen wäre. Die Elektrokarts sind gedrosselt und fahren nur 30 km/h. Es lässt sich aber auch so in den engen Kurven schön powersliden und Hundertstelsekunden herausholen. Sofort getestet haben es Marcel Brunner und Claude Stettler, die zum letzten Mal in Rimini kurz Gokarts gefahren sind, bevor es zu regnen begann.

Der Hit bei den Eröffnungswetterverhältnissen war das Zelt, das sich dieses Jahr über die «Fressmeile» und das Stockeisfeld spannt. Die Band Bermudas machte am Nachmittag mit dem Polo-Hofer-Song «I bi doch ä liebe Siech» den Soundcheck schon fast zum Konzert. Unter freiem Himmel spielte die Heilsarmee auf dem Holzhäuschen-Weihnachtsmarkt längs der Höhematte.

Schweizer Meisterin am Start

Also: An Glühwein fehlt es beim Interlakner Winterzauber definitiv nicht. Viele der Weihnachtsmarktstände sind kulinarischer Natur. Speziell zu erwähnen ist das Angebot an «Habcher Ruschtig», wo Alpkäse einen Ehrenplatz hat. Übers Wetter klagt die Habker Bäuerin Kathrin Zurbuchen trotz gedämpftem Publikumsaufkommen nicht: «Dafür konnten wir den Skilift in Betrieb nehmen», sagte sie.

Und jetzt zurück zu der zauberhaften Eröffnung. Es begann leise zu schneien, als Eislauf-Schweizer-Meisterin Tina Stürzinger zu Alicia Keys «Fallin» schneeprinzessinnengleich übers Eis schwebte. «Magic», nach Art von Coldplay, war der Eistanz von Ramona Elsener und Florian Roost, mehrfache Schweizer Meister im Eistanz.

Die Sunny Ice Angels brachten Swiss, Paris und Burlesque aufs Eis. Die Eisläuferinnen der Herzen waren aber die beflügelten Engelchen des Eislaufclubs Jungfrau Interlaken, die zu Mark Sways «Din Engel» Figuren aufs Eis zauberten. Das Programm, zusammengestellt von Ina Jegher, lief unter dem sinnigen Titel «Magic 4 You».

Berner Oberländer

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