Die Helfer sind das Herz

Hasliberg

Im Skirennzentrum Hasliberg gingen letzte Saison 48 Rennen über die Bühne. Die Helfer stellt der Förderverein Renn- und Trainingszentrum Meiringen-Hasliberg.

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Nathalie Günter@nathalieguenter

Die Schweizer Meisterschaften im Slalom und Riesenslalom, diverse FIS-Rennen, Trainings der norwegischen Teams, Firmenrennen – in fünf Jahren Skirennzentrum Hasliberg sind schon einige Anlässe über die Bühne gegangen. 48 Rennen mit über 6000 Teilnehmern waren es 2018. Dazu kommen 30 Teams aus aller Welt, die das Skirennzentrum zum Trainieren nutzten. Das entspricht insgesamt einer Auslastung von 88 Prozent.

«Künftig möchten wir auch Europacuprennen durchführen können», sagt Geri Fuchs, Präsident des Fördervereins Renn- und Trainingszentrum Meiringen-Hasliberg. Der Verein tritt als Organisator der Rennen auf, das Skizentrum selbst gehört den Bergbahnen Meiringen-Hasliberg (BMH). «Wir stellen die Rennorganisation an den Anlässen, und Reto Schläppi, der bei den Bergbahnen angestellt ist, organisiert alles im Hintergrund», erklärt Fuchs die Strukturen.

Speaker und Helferchef

Das Skirennzentrum befindet sich im östlichen Teil der Winterdestination, die Strecken und das Infrastrukturgebäude sind zwischen dem Panoramarestaurant Alpen-Tower und der Mägisalp. Die Sicherheitsnetze, die Zeitmessung und die Beschneiung sind fix installiert. «Die Fahrerinnen und Fahrer schätzen es, dass sie sich nach dem Rennen oder Training direkt im Gebäude aufwärmen können», sagt Fuchs.

Er selbst amtet während der Rennen schon mal als Speaker. Seine Hauptaufgabe ist aber die Organisation der freiwilligen Helfer. «Reto Schläppi bereitet jeweils alles vor, sodass unsere Helfer am Renntag genau wissen, was zu tun ist.» Das Kernteam bestehe aus 25 bis 30 Personen. «Das ist das Herz der Organisation.»

«Die Helfer setzen dafür ihre freien Tage und Ferien ein, auch unter der Woche.»Geri Fuchs, Präsident des Fördervereins Renn- und Trainingszentrum Meiringen-Hasliberg

Das vorhandene Fachwissen sei mittlerweile gross, die Bereitschaft zum Helfen ebenfalls. «Die Helfer setzen dafür ihre freien Tage und Ferien ein, auch unter der Woche.» Als Entschädigung gibts den Skianzug und das Saisonabonnement für die Bergbahnen. Dazu kommt ein Pool von rund 30 zusätzlichen Helfern, vor allem Pensionierten, die als Rutscher oder Torrichter im Einsatz stehen.

Ab Dienstag bis Donnerstag kämpfen die besten U-16-Fahrerinnen und Fahrer aus Europa und dem Gastland USA am OPA Alpine Cup um die Bestzeit (s. Infobox). Insgesamt werden 126 Jugendliche vor Ort sein. «Dank unserer modernen Infrastruktur benötigen wir pro Tag 35 bis 40 Helfer.» Bei den Schweizer Meisterschaften in der vergangenen Saison habe es ein etwas grösseres Organisationskomitee und zusätzlich den Zivilschutz gebraucht.

Schlanke Strukturen

Auch bezüglich Essen und Übernachtung versuchen Fuchs und Schläppi die Organisation schlank zu halten. «Die Bewirtung der Helfer erfolgt durch Dres Kehrli vom Hotel Rosenlaui.» Die Übernachtungen wickelt Panos Perreten vom Hotel Panorama auf dem Hasliberg ab. Er verteilt die Athleten und Betreuer auf die Hotels in der Region.

Findet gerade kein Rennen statt, kümmert sich Fuchs um die Sponsorensuche. «Wir haben mit den meisten Sponsoren Mehrjahresverträge.» Den grössten Beitrag leisten die BMH, auch mit Arbeitsstunden, zum Beispiel bei der Pistenpräparation. Weiter erhält der Förderverein für das Skizentrum Gelder aus dem Sportfonds und bei Rennen Startgelder und Beiträge der FIS.

Das Geld wird für die Infrastruktur, das Material und auch für die Preise investiert. «Uns ist es wichtig, bei Rennen die Siegerehrung zu zelebrieren und einen anständigen Preis zu vergeben, wie etwa eine Trauffer-Kuh», so Fuchs. Der Verein habe jährlich Aufwände von 30000 bis 40000 Franken.

«Wir wollen weiterhin gute Arbeit leisten», erklärt Fuchs die Ziele des Vereins – und so hoffentlich bald Europacuprennen durchführe

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