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Die Gemeinde wird sich dieses Mal zur Wehr setzen

Der Kanton will am Brienzersee wieder Flüchtlinge unterbringen. In Ringgenberg kündigt sich Widerstand an.

Als Ringgenberg dem Kanton letztmals Hand bot, haben die Anwohner der Kollektivunterkunft schlechte Erfahrungen gemacht (Archivbild/Hans Urfer).
Als Ringgenberg dem Kanton letztmals Hand bot, haben die Anwohner der Kollektivunterkunft schlechte Erfahrungen gemacht (Archivbild/Hans Urfer).

Wie der Gemeinderat Ringgenberg am Montag bekannt gab, beabsichtigt die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern, im Rahmen des Projekts NA-BE ab Mitte des nächsten Jahres die Liegenschaft der Heilsarmee als Kollektivunterkunft weiterzuführen.

Doch die Gemeinde will sich diesmal auf die Hinterbeine stellen. Gemeindeschreiber André Chevrolet sagt auf telefonische Anfrage: «Wir wollen dies den Bewohnern in der unmittelbaren Umgebung nicht wieder zumuten. Deshalb wird der Kanton von unserer Exekutive aus mit Widerstand rechnen müssen. Ein entsprechendes Schreiben haben die Verantwortlichen bereits erhalten.»

2015 habe die Gemeinde grosszügigerweise einen Rutsch nach vorne gemacht, eine Art Vorreiterrolle übernommen und gemeinsam mit der Heilsarmee die temporäre Unterkunft für syrische Kriegsflüchtlinge angeboten. «Effektiv sind dann aber Immigranten aus afrikanischen Ländern untergekommen», so Chevrolet.

Im Rahmen des Projekts 2020 sei der Kanton abermals in Ringgenberg vorstellig geworden, weil die Anlage ideal sei zur Aufnahme von Flüchtlingen. «Aufgrund dieses Briefs haben wir dann aber unter der Hoheit des Regierungsstatthalters eine Unterredung verlangt. Letzterer zeigt Verständnis für unser Anliegen und dafür, dass wir uns dieses Mal nicht wieder so offenherzig zeigen wollen. Der Kanton machte uns aber klar, dass wir je nach Situation und Notstand dennoch in diesen sauren Apfel beissen müssten.»

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