Die ganze Gemeinde wird am Dorfrand vereint

Wilderswil

Mit dem Spatenstich ist es besiegelt: Die Gemeinde Widerswil quartiert Werkhof, Feuerwehr, Gemeindebetriebe und Verwaltung im Neubau am Dorfrand ein.

Der Bagger ist einsatzbereit, an den Spaten stehen Gemeinderat Walter Gruber, Architektin Karin Brönnimann, Gemeinderätin Christine Trojahn und Gemeinderat Stefan Imboden, Präsident der Baukommission (v.l.).

Der Bagger ist einsatzbereit, an den Spaten stehen Gemeinderat Walter Gruber, Architektin Karin Brönnimann, Gemeinderätin Christine Trojahn und Gemeinderat Stefan Imboden, Präsident der Baukommission (v.l.).

(Bild: Anne-Marie Günter)

Der Bagger stand bereit. Gemeinderat Stefan Imboden als Präsident der nicht ständigen Baukommission grub die Schaufel tief ins Wiesland am Dorfeingang.

Am 7. April haben die Stimmberechtigten mehrheitlich Ja gesagt zum geplanten Betriebsgebäude auf gemeindeeigenem Land am nördlichen Dorfrand, das in der Zone für öffentliche Nutzung liegt, samt der Integration der Gemeindeverwaltung ins zweite Obergeschoss.

Es entsteht ein 43 Meter langer, 30 Meter breiter und rund 11 Meter hoher Neubau mit zwei Obergeschossen. Für den Neubau sind 7,75 Millionen Franken budgetiert, dazu kommen 800'000 Franken für die Gemeindeverwaltung.

Die Fassade, so Architektin Karin Brönnimann gestern an einer kurzen Feier des ersten Spatenstichs, wird aus Holz und Metall mit einer integrierten Fotovoltaik-Anlage bestehen.

Gemeindeverwaltung, Gemeindewerkhof, Feuerwehr und Gemeindebetriebe werden im Herbst 2020 in den Neubau einziehen; bis jetzt ist die Gemeindeinfrastruktur überall im Dorf verteilt und litt unter Platzmangel.

Mit Rettungsstation

Imboden streifte die lange Geschichte des künftigen Gebäudes, für das bereits 2010 der Planungskredit gesprochen wurde, und die noch längere Geschichte der Dorfumfahrung, die im Herbst in Angriff genommen wird.

«Initiativen verlangsamten das Projekt. Das hat auch Positives», sagte er. Eines der Anliegen von Einwohnern ist gewesen, dass die Gemeindeverwaltung nicht an den Dorfrand umzieht.

Dafür wird sie künftig rollstuhlgängig sein. In der Planungszeit wurde bekannt, dass die Berner-Oberland-Bahnen ihre Gleise verlegen und dadurch östlich des künftigen Wilderswiler Betriebsgebäudes Platz für eine Rettungsstation der Spitäler fmi AG entsteht.

Vorgesehen ist, dass sie im gleichen Stil an das Wilderswiler Betriebsgebäude angebaut wird. Fünf bis sechs Rettungswagen sollen an diesem für die Sicherheit der Gebiete südlich der Aare und der Lütschinentäler bestens gelegenen Standort stationiert werden.

Berner Oberländer

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