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Die Galerie Hüsy zeigt Klaus Bergers Lebenswerk

In der Galerie Hüsy ist das fröhliche, humorvolle und bunte Lebenswerk des 87-jährigen Berner Grafikers Klaus Berger zu sehen – noch bis 27. Mai.

«Blumenmärit» nennt sich dieses Werk von Klaus Berger, das noch bis zum 27. Mai in der Galerie Hüsy besichtigt werden kann.
«Blumenmärit» nennt sich dieses Werk von Klaus Berger, das noch bis zum 27. Mai in der Galerie Hüsy besichtigt werden kann.
PD

«Nach der erfolgreichen Ausstellung mit Marc Schweizer, einem der jüngsten Papierschnittkünstler, darf ich nun den Berner Grafiker Klaus Berger, einen der ältesten Scherenschnittkünstler der Schweiz, herzlich willkommen heissen im Hüsy.»

Mit diesen Worten eröffnete der Hüsy-Wirt Hans-Jürgen Glatz die aktuelle Ausstellung. Der 87-jährige Klaus Berger freut sich, dass es in seinem Alter überhaupt noch einmal möglich war, seine Werke zeigen.

Klaus Berger wurde 1931 in Bern geboren. Nach seiner Ausbildung an der Schule für Gestaltung in Biel, Fachklasse Grafik, arbeitete er ab 1958 als selbstständiger Grafiker in Bern.

«In seinem Atelier war man wie in einer anderen Welt, ungewohnt für mich war auch das Musizieren, das den Alltag etwas auflockerte, was damals gar nicht üblich war», erklärte sein ehemaliger zweiter Lehrling, der Berner Grafiker Hannes Thommen in seiner Laudatio.

Klaus Berger war 19 Jahre alt, als ihn sein Grossvater bei einem gemeinsamen Besuch im historischen Museum Bern sehr nachhaltig auf die Scherenschnitte des legendären Johann Jakob Hauswirth (1809–1871) aufmerksam machte. Doch erst 15 Jahre später entstanden Bergers ersten Scherenschnitte.

Seine Werke wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen in der ganzen Welt ausgestellt. Klaus Berger hat bis 1996 an der Schule für Gestaltung in Bern unterrichtet und war auch Experte. Noch heute kann er dank einem guten Betreuungsteam sein Zuhause geniessen und nimmt noch täglich sein Schwyzerörgeli zur Hand. Ab und zu begleitet ihn sein Freund mit dem «Hexenschiit» und der Maultrommel.

Humorvolle, fröhliche Werke

Wie bei Hauswirth fallen bei Klaus Berger die bewegten Szenen, die Heiterkeit, der Ideenreichtum und eine gewisse Lockerheit auf. Musik, Tanz, Liebe, Humor und Begebenheiten aus dem Alltag sind Themen in seinen Werken, verbunden mit grafischen Elementen.

Es erscheinen liebevoll und witzig gestaltete Figuren wie tanzende und musizierende Leute, meist kombiniert mit Tieren und stilisierten Bäumen, deren gefächerte Äste übergrosse Blüten tragen. Schlaghosen und lange Frisuren lassen einen gewissen Einfluss der Beatles und der 68er-Jahre erkennen.

Speziell fallen bei den Werken «Prachts-Chrabler» oder «Käferfest» die dreidimensionalen Käfer mit ihrem zauberhaften, matten Glanzeffekt auf, der durch das Bemalen von Folienpapier mit verschiedenen Farbnuancen entstand.

Die Ausstellung im Galerierestaurant Hüsy umfasst rund 100 Werke, zum Teil aus Privatbesitz, und dauert noch bis 27. Mai.

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