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Die «Fänge» sind rückläufig

54 Freiwillige folgten dem Aufruf der Fischerei-Pachtvereinigung Interlaken zum Aareputz. Sie holten zwar immer noch viel Abfall aus dem Wasser – aber weniger als früher.

Sibylle Hunziker
Den Helfern war trotz Bise warm ob der Arbeit.
Den Helfern war trotz Bise warm ob der Arbeit.
Sibylle Hunziker
Die 54 Freiwilligen fischten und tauchten auf dem Bödeli zwar viel Abfall aus dem Wasser.
Die 54 Freiwilligen fischten und tauchten auf dem Bödeli zwar viel Abfall aus dem Wasser.
Sibylle Hunziker
Aber: Im Vergleich zu früheren Jahren ist die Menge an gefundenem Abfall rückläufig.
Aber: Im Vergleich zu früheren Jahren ist die Menge an gefundenem Abfall rückläufig.
Sibylle Hunziker
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«Wir fanden vor allem Flaschen und Scherben. Und ein Feuerzeug, das nicht mehr brennt.» Für die siebeneinhalbjährige Leonie, die schon zum zweiten Mal beim Aareputz geholfen hat, gab es von ihrem Abschnitt oberhalb der ­Beau-Rivage-Brücke bis Goldswil nichts Spezielles zu berichten.

«Diesmal fanden wir keine grösseren Gegenstände», bestätigt auch ihr Grossvater Albert Signer. Und das, obwohl wegen des tiefen Wasserstandes mehr Stellen als sonst in Gummistiefeln erreichbar waren. Etwas anders sah die Situation rund um die Brücken in Zentrumsnähe aus.

Gemischte Teams aus Tauchern und Fischern brachten gleich mehrere Bootsladungen voll Velos, Gartenmöbeln, Bauabschrankungen, Regenschirmen, Handys und weiteren, oft rätselhaften «Fängen» an Land. «Sogar eine Münzzählmaschine war dabei», berichtete Kurt Sonderegger. «Allerdings ohne Inhalt.»

Hässlich und schädlich

Doch insgesamt habe die Abfallmenge abgenommen, waren sich die Aareputzer einig, die sich zum Teil schon seit Jahrzehnten an der Aktion beteiligen. «Es wäre schön, wenn dieser Trend anhalten würde», sagte Peter Fiechter, Präsident der Fischerei-Pachtvereinigung Interlaken, beim Mittagessen für die Helfer im Unterseener Hotel Beausite.

Denn der Abfall im Wasser sieht nicht nur hässlich aus, sondern schadet auch der Natur – so etwa, wenn Plastik in kleine Teile zerfällt und die Mägen von Fischen und Vögeln verstopft. «Landet weniger Abfall in der Aare, ist das gut für die Natur», meint Fiechter. «Und wir könnten längere Pausen zwischen den Einsätzen einlegen.»

Bisher wurde die Aare auf dem Bödeli alle vier Jahre geputzt – nur diesmal wegen der Seeabsenkung schon nach drei Jahren.

Nicht abgenommen hat die Hilfsbereitschaft von Naturfreunden: 54 Taucher, Fischer, Jungjägerinnen und weitere Freiwillige – darunter 12 Kinder und Jugendliche – standen am Samstag in und an der Aare zwischen Brienzer- und Thunersee im Einsatz. Unterstützt wurden sie von der Seepolizei und den Bödeligemeinden.

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