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Die Biathleten liefen vorne weg

Joscha Burkhalter und Susi Meinen zeigten am Kandersteger Volksskilauf ihre Klasse und siegten.

Yannis Lüthi
Susi Meinen (vorne) aus Boltigen lief allen davon.
Susi Meinen (vorne) aus Boltigen lief allen davon.
Markus Grunder

Joscha Burkhalter, der Swiss-Ski-Biathlet, wartete für einmal ohne Gewehr am Rücken auf den Startschuss des diesjährigen Kandersteger Volksskilaufs. Der 23-jährige Zweisimmer, der im Dezember des letzten Jahres seine ersten Weltcuppunkte einzufahren vermochte, konnte dank der aktuellen Pause im Weltcup am Lauf teilnehmen.

«Es ist immer schön, wenn man zu Hause in der Region an einem Rennen starten und sich mit Clubkollegen messen kann», sagt er. Neben dem Beruf als Profisportler absolviert Burkhalter zurzeit ein Fernstudium im Bereich Wirtschaft, in den letzten Wochen schrieb er die Semesterprüfungen. Das Studium sei für ihn eine gute Abwechslung zum Alltag als Biathlet.

Findet man ihn weder auf den Loipen noch vor den Büchern, so ist er auf dem Bike oder in den Bergen. Aktuell liegt der Fokus auf der noch immer möglichen Qualifikation für die Biathlon-Weltmeisterschaften in Altholz in Südtirol. Der Volksskilauf kam gerade zur richtigen Zeit, weil solche Wettkämpfe für Burkhalter die besten Trainings darstellen.

Im strömenden Regen

Lange war es ein Dreikampf an der Spitze, bis Burkhalter und sein Clubkollege Reto Hammer das Tempo erhöhten und sich ein heisses Duell lieferten. Nur wenige Meter vor dem Ziel stürzte Hammer unglücklich, und Burkhalter krönte seinen spontanen Entscheid, am Volksskilauf zu starten, mit dem Sieg.

«Beim letzten Aufstieg wollte ich an der Spitze sein, weil ich wusste, dass es so sehr schwierig werden würde, mich noch zu überholen», erklärte Burkhalter. Neben Burkhalter waren es 118 weitere Läuferinnen und Läufer, die im strömenden Regen die Herausforderung auf sich nahmen.

Wie bei den Männern gab es auch bei den Frauen ein knappes Duell um den Sieg. Am Ende war es die Swiss-Ski-Biathletin Susi Meinen aus Boltigen, die mit vier Sekunden Vorsprung auf Flurina Volken das Rennen für sich entscheiden konnte. «An einem Volksskilauf ist es nie ein Selbstläufer zu gewinnen. Es ist schön, diesen Sieg vor einheimischem Publikum feiern zu können», resümierte die 27-Jährige.

Vom Hobbysportler bis zum Profiathleten. Von der Bratwurst als Belohnung zu möglichst kohlenhydrathaltigen Nahrungsmitteln nach dem Rennen. Es ist genau dieser Mix, der den Kandersteger Volksskilauf auszeichnet.

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