Die Begegnungen gehen weiter

Wimmis

Alle Beteiligten haben am runden Tisch beschlossen, das Angebot für Flüchtlinge und Zugezogene in der Pfrundschüür in Wimmis fortzuführen und weiter zu öffnen.

Die syrische Mutter Amina Mustafa mit Sohn Mohammed, Ersatzgrosi Rosmarie Schild und Gemeinderat Matthias Bigler bei Wimmis Begegnung vom 26. Januar. Foto: Monika Hartig

Die syrische Mutter Amina Mustafa mit Sohn Mohammed, Ersatzgrosi Rosmarie Schild und Gemeinderat Matthias Bigler bei Wimmis Begegnung vom 26. Januar. Foto: Monika Hartig

Es geht weiter mit Wimmis Begegnung, und zwar nicht nur am Samstag, sondern auch darüber hinaus an neun Samstagen bis Februar 2020. Dies hat ein runder Tisch mit Vertretern der Kirchgemeinde, weiteren kirchlichen Gruppierungen, unabhängigen Personen und der Einwohnergemeinde nun beschlossen. Sie waren es auch, die das Angebot ins Leben gerufen hatten und in diesem Jahr weitertragen.

Nicht nur für Flüchtlinge

«Wimmis Begegnung dient dem ungezwungenen Austausch aller Menschen aus Wimmis und Umgebung», heisst es auf dem offiziellen Flugblatt der Veranstaltungsreihe. Ursprünglich war es geplant, um den Asylsuchenden im Ort eine Anlaufstelle zu bieten und sie bei der Bewältigung des Alltags im ihnen fremden System zu unterstützen, «etwa bei Behördengängen, Nachbarschaftskonflikten oder mit Aufgabenhilfe für die Kinder», wie Gemeinderat Matthias Bigler ausführt.

Doch mit der Zeit seien viele andere Besucher hinzugekommen: zurückgezogene Dorfbewohner, Neuzuzüger, Ausländer, die nicht im Asylstatus stehen, heisst es im Protokoll zum runden Tisch. Darin ist auch von dem positiven Echo der Besucher die Rede, die sich eine Fortführung des niederschwelligen Angebots wünschten.

«Es kann auch für andere Fremde eine Chance sein, die sich bisher nicht oder nicht gut in Wimmis integrieren konnten», meint Martin Graf, Kirchgemeinderatspräsident der reformierten Gemeinde. «Der Mensch steht im Mittelpunkt», so Graf. Und: Neben den Begegnungen an den Samstagen gebe es viele Begegnungen unter der Woche per Zufall.

«Man grüsst sich, tauscht sich aus», steht im Protokoll. Zum Teil sind auch enge Beziehungen zwischen Einheimischen und Flüchtlingen entstanden, so wie zwischen der Familie Mustafa aus Syrien und Rosmarie Schild, die sich der Familie als Ersatzgrosi annahm (wir berichteten).

Politisch und religiös neutral

Und so sei man sich beim runden Tisch einig gewesen, dass eine offenere Form der Begegnung stattfinden soll als ursprünglich geplant. Gleichzeitig soll das Angebot auch weiterhin politisch und religiös neutral sein. Da die Treffen von Freiwilligen organisiert werden, sind die Organisatoren stets auf der Suche nach weiteren Interes­sierten.

Die Samstags-Ausgabe von Wimmis Begegnung, die von 9.30 bis 11.30 Uhr in der Pfrund­schüür, Oberdorfstrasse 5A, stattfindet, soll nach Angaben der Organisatoren ein «musikalischer Morgen» werden. Die weiteren Daten sind samstags von 9.30 bis 11.30 Uhr am selben Ort: 30. März, 27. April, 25. Mai, 28. September, 23. November sowie 25. Januar und 22. Februar 2020. Am 17. August ist das Angebot in das Spielfest des Elternvereins integriert, am 19. Oktober mit einem Stand am Wimmis-Märit.

Berner Oberländer

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