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«Die Aussage ‹Je grösser, desto besser› stimmt auch nur bedingt»

Die Aufgaben von Gemeindeverwaltungen würden immer komplexer, erklärt Thomas Rufener, Präsident des Verbands Bernischer Gemeinden. Auch die Anspruchshaltung von Behörden und Bevölkerung sei eine andere als früher.

Was sind zusätzliche Aufgaben, welche Finanz- und Bauverwaltung von kleineren Gemeinden zunehmend belasten?Thomas Rufener:Bei der Finanzverwaltung ist vor allem auf die sehr anspruchsvollen Umstellungsarbeiten hinzuweisen, die mit der Einführung des neuen Rechnungslegungsmodells HRM2 verbunden sind. Aber es sind nicht eigentlich die zusätzlichen Aufgaben, welche die Tätigkeit der Gemeindekader – von grossen und kleinen Gemeinden – immer anspruchsvoller werden lassen. Es sind eher die grösser werdende Komplexität der Geschäfte und die steigende Anspruchshaltung der Behörden und der Bevölkerung. Heute muss die Gemeinde bei jedem grösseren Bauvorhaben damit rechnen, dass sich Anwälte einschalten und ein Gerichtsverfahren zu bewältigen ist.

Wie stellt sich der VBG zu Zusammenarbeitsformen? Wir haben bereits vor längerer Zeit festgestellt, dass die Rekrutierung von Gemeindekadern zusehends schwieriger wird. Wir haben in der Folge zusammen mit dem Bernischen Gemeindekader ein Projekt ausgelöst, welches unter dem Namen «Attraktive Arbeitgeberin Gemeinde» das Ziel verfolgt, genügend Kaderangestellte für die Gemeinde zu rekrutieren und auszubilden.

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