Die A-97 kehrte ins Oberhasli zurück

Meiringen

Die Rettung von Besatzung und Passagieren einer amerikanischen Transportmaschine 1946 vom Gauligletscher schrieb Geschichte. Am Samstag landete eines der beteiligten Flugzeuge wieder in Meiringen.

Zwei restaurierte Fieseler Fi 156 «Storch» waren beim Nostalgieflugtag im Oberhasli zu Besuch: Der «Storch» mit der Nummer A-97 war bei der legendären Dakota-Rettung 1946 auf dem Gauligletscher dabei.<p class='credit'>(Bild: PD)</p>

Zwei restaurierte Fieseler Fi 156 «Storch» waren beim Nostalgieflugtag im Oberhasli zu Besuch: Der «Storch» mit der Nummer A-97 war bei der legendären Dakota-Rettung 1946 auf dem Gauligletscher dabei.

(Bild: PD)

Anlässlich des Nostalgieflugtages 2018 auf dem Militärflugplatz Unterbach am Samstag kehrte erstmals ein früherer Bewohner zurück ins Oberhasli: Die frisch restaurierte Fieseler Fi 156 «Storch» mit der Immatrikulation A-97 wurde begleitet von einem Schwesterflugzeug des gleichen Typs.

Überhaupt gaben sich ab dem Morgen viele histo­rische und neuere Flugzeuge auf dem Flugfeld ein Stelldichein, darunter zwei russische Antonov An-2 «Aunt Annies» und eine Ju-52 aus Dübendorf, ausserdem stellte die Schweizer Luftwaffe eine F-5 und eine F/A-18 aufs Vorfeld, die in Meiringen stationiert ist.

1946 auf Gauligletscher gelandet

Die A-97 wurde bei der Rettung vom Gauligletscher im November 1946 weltberühmt. Der Unterbacher Flugplatzkommandant Victor Hug rettete mit seinem Kameraden Pista Hitz in zwei Störchen auf Skiern alle zwölf Insassen eines amerikanischen Dakota-Transportflugzeugs, das auf dem Gletscher in 3000 Metern Höhe crashgelandet war.

Besatzung und Flugzeuge wurden damals weltberühmt, die A-97 erhielt nach Ausserdienststellung einen Platz am Museumshimmel des Luzerner Verkehrshauses, den sie in November 2015 wieder verliess, um erneut flügge zu werden: Die Freunde des Fieseler Storchs aus Oetwil am See ZH liessen sie liebevoll restaurieren, und seit einem Jahr ist das historische Kurzstartflugzeug wieder in der Schweiz zugelassen und in Dübendorf stationiert.

Die etwa 1000 Besucher des Nostalgieflugtages freute es am Samstag sehr, den Gast aus Dübendorf einfliegen zu sehen. «Es ist schön, den Helden von damals an seiner alten Basis landen zu sehen», sagt der Vereinspräsident Reiner Vondruska.

«Und es macht uns ein ­bisschen stolz, dazu beizutragen, dass wir das fliegerische Andenken an Flugzeug, Besatzungen und die Rettung von 1946 auf diese Weise lebendig halten können.»

Die Oetwiler Storchenfreunde möchten im kommenden Frühjahr die Rettung vom Gauli nachstellen und mit der A-97 auf Skiern abermals auf dem Gletscher landen.

pd

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